Neue Personalien und Entwicklungen beim „Kunst- und Kulturschwerpunkt St. Pölten 2024“

Muhammet Ali Baş, Magdalena Chowaniec und Nele Kaczmarek ins Team berufen

St. Pölten (OTS) - Die operative Geschäftsführerin, Angelika Schopper, und der künstlerische Leiter, Christoph Gurk, haben eine Reihe von Personalentscheidungen getroffen. In zwei jeweils dreistufigen Verfahren mit insgesamt knapp über 100 Bewerber*innen aus 7 Ländern wurden Muhammet Ali Baş, Magdalena Chowaniec und Nele Kaczmarek als Kurator*innen und Vermittler*innen für die Vorbereitung und Durchführung des „Kunst- und Kulturschwerpunkts St. Pölten 2024" (Arbeitstitel) ausgewählt.

„Unser Ziel“, sagt Christoph Gurk, „ist ein spartenübergreifendes, sozial inklusives und ökologisch orientiertes Festivalprogramm. Wir werden uns mit Fragen beschäftigen, die zum Beispiel das Zusammenleben von Menschen und nichtmenschlichen Existenzformen auf diesem Planeten bereits in der Gegenwart prägen und noch mehr in der Zukunft bestimmen werden. Wie können wir heute aus der permanenten Verwaltung eines Krisenmodus herausfinden und Spielräume des Handelns und Gestaltens wiedergewinnen?“

„Themen von weltweiter Relevanz werden auch aus dem Stadtgeschehen und seiner Geschichte heraus entwickelt und finden so zu einer Konkretion in St. Pölten. Es sollen Modelle kultureller und politischer Arbeit entstehen, die hoffentlich auch einen Beitrag zu der international wie national in vielen Einrichtungen geführten Diskussion leisten, wie sich kuratorische Tätigkeit, Vermittlung und Soziokultur zusammen denken lassen.“

Während Christoph Gurk die Gesamtleitung des Festivalprojekts innehat, initiiert Nele Kaczmarek an mehreren Orten im Stadtraum von St. Pölten einen Ausstellungsparcours, der auf der Grundlage von Begegnungen zwischen Künstler*innen, Autor*innen, Gästen und Bewohner*innen St. Pöltens entsteht.

Die 1988 in Rostock, Deutschland, geborene Kunst- und Kulturwissenschaftlerin Nele Kaczmarek ist derzeit als Kuratorin am Kunstverein Braunschweig tätig, wo sie zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen und Publikationen mit Künstler*innen wie Sandra Mujinga, Ben Schumacher, K.R.M. Mooney, Steve Bishop, Andrew Norman Wilson, Lungiswa Gqunta, Karrabing Film Collective oder Carolyn Lazard realisierte. Als Co-Kuratorin betreute sie 2020 gemeinsam mit Jule Hillgärtner das von Bonaventure Ndikung initiierte Recherche- und Ausstellungsprojekt The Faculty of Sensing: Thinking With, Through and by Anton Wilhelm Amo. Neben ihrer Tätigkeit am Kunstverein Braunschweig co-kuratierte sie unter anderem Ausstellungsprojekte bei SAVVY Contemporary, Berlin, im Kunstverein Dresden oder auch in der Sammlung Braunsfelder, Köln.

Bereits Ende August haben die Kuratorin Magdalena Chowaniec und der Kunstvermittler Muhammet Ali Baş ihre Erkundungen in St. Pölten begonnen. Sie arbeiten an Ideen, die Stadtgesellschaft in ihrer Vielfalt nicht nur als Besucher*innen, sondern als Teilnehmende an soziokulturellen Projekten zu aktivieren.

Die 1983 in Bielsko-Biala, Polen, geborene Künstlerin, Kuratorin und künstlerische Forscherin Magdalena Chowaniec ist ausgebildete Tänzerin und entwickelt seit 2013 Tanz-, Theater- und Performance-Projekte unter Beteiligung von Laien, oft mit postmigrantischer Biografie oder Fluchterfahrung, um neue Formate der Begegnung und Auseinandersetzung zu schaffen. Ihre Arbeiten wurden u. a. beim ImpulsTanz Festival, Kampnagel Hamburg, WASP Bukarest, Wiener Festwochen, brut Wien, body mind Warschau, den Sophiensaelen Berlin und der Gessnerallee Zürich, gezeigt.

Der 1990 in Dornbirn, Österreich, geborene Autor und Kulturvermittler Muhammet Ali Baş absolvierte ab 2016 eine Kunstvermittler*innenausbildung am Renaissanceschloss Schallaburg, wo er im Anschluss vier Jahre wirkte. Ab Juni 2018 arbeitete er am Weltmuseum in Wien, wo er sich mit Rassismus, (Post-)Kolonialismus, Repräsentation, Ressourcenverteilung und Machtstrukturen auseinandersetzte. Als Literaturvermittler konzipierte und leitete er eine Vielzahl von Schreibworkshops und verfasste mehrere Hörstücke für das Kunstradio Ö1 und das Texte&Töne Festival. 2020 war er für den Vorarlberger Kulturpreis in der Sparte „Hörspiel“ nominiert und bekam den Förderpreis des Landes Vorarlberg für Kunst.

Die Arbeit von Muhammet Ali Baş, Magdalena Chowaniec und Nele Kaczmarek wird sich nicht nur mit der Stadtbevölkerung, sondern auch da, wo sich inhaltliche Berührungspunkte ergeben, mit den Aktivitäten lokaler überregionaler Einrichtungen der Kultur und der Zivilgesellschaft verknüpfen.

Christoph Gurk entwickelt gemeinsam mit den Leiter*innen von in St. Pölten ansässigen Kulturinstitutionen, unterstützt durch thematische Arbeitsgruppen, das Festivalprogramm für die Sparten Darstellende Kunst, Literatur, Musik und Diskurs. Im Laufe der Projektentwicklung werden weitere noch zu berufende Kolleg*innen in den Sparten Darstellende Kunst, Literatur, Musik und Diskurs die Tätigkeit des Vorbereitungsteams unterstützen. Der Festivaltitel und der grafische Auftritt des Gesamtprojekts werden Anfang 2022 auf einer Pressekonferenz öffentlich vorgestellt.

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Mag. Jakob Redl
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