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ORF III am Wochenende: Zweitägiger Schwerpunkt zum Jahrestag der Novemberpogrome mit vierteiligem „zeit.geschichte“-Abend

Außerdem: „Erlebnis Bühne“-Abend im Zeichen von Franz Lehár, „Literatur im Nebel: Liao Yiwu“, Live-Gottesdienst aus dem Stephansdom

Wien (OTS) - ORF III Kultur und Information gedenkt am Wochenende, zum Jahrestag der Novemberpogrome 2021, der Opfer der organisierten Gewaltausbrüche mit einem zweitägigen Schwerpunkt: Am Samstag, dem 6. November, zeigt ORF III einen vierteiligen „zeit.geschichte“-Abend, beginnend mit „Blutiges Geld – Wie Hitler sein Schreckensregime finanzierte“. Am Sonntag, dem 7. November, setzt ORF III den Schwerpunkt tagsüber mit der neuen Doku „40 Jahre Jewish Welcome Service“ sowie im Spätabend mit dem Film „Welttournee ins Überleben – Richard Tauber 1938“ fort. Im Sonntaghauptabend steht daneben ein zweiteiliger „Erlebnis Bühne“-Abend im Zeichen von Franz Lehár mit einem Konzert der Wiener Symphoniker und einem Porträt auf dem Programm.

Samstag, 6. November

Den Schwerpunkt zum Jahrestag der Novemberpogrome eröffnet ORF III im Samstaghauptabend mit der 90-minütigen Dokumentation „Blutiges Geld – Wie Hitler sein Schreckensregime finanzierte“ (20.15 Uhr). Im Juni 1940 schickt Hitler seine Truppen über ganz Europa aus – nach Frankreich, Belgien und Holland. Die Doku analysiert die finanzielle Lage des „Dritten Reichs“ anhand neuer Forschungsergebnisse aus Frankreich, Großbritannien und Deutschland und beleuchtet wenig bekannte Schlüsselfiguren wie Hjalmar Schacht, Georg von Schnitzler oder Fritz Sauckel. Anschließend berichtet „Verwüstet, zerstört, entrechtet: Das Novemberpogrom 1938“ (21.50 Uhr) von den gewaltvollen Ereignissen aus der Sicht von Betroffenen und Augenzeugen, etwa aus jener von Georg Stefan Troller. Der bekannte Filmemacher erzählt, wie seine behütete Welt als 17-jähriger jüdischer Schüler in Wien völlig aus den Fugen geriet. Sein Vater wurde verschleppt, die Wohnung von Nachbarn ausgeräumt. Kurz darauf war Troller zur Flucht gezwungen. Der Abend schließt mit dem „zeit.geschichte“-Zweiteiler „Arisierung“ (ab 22.40 Uhr).

Sonntag, 7. November

Am Sonntag startet der Programmtag mit einem Zusammenschnitt der 14. Ausgabe des Literaturfestivals „Literatur im Nebel“ (9.00 Uhr), bei dem in diesem Jahr der chinesische Schriftsteller Liao Yiwu als Ehrengast eingeladen ist. Anschließend um 9.30 Uhr setzt ORF III den Novemberpogrom-Schwerpunkt mit der neuen Doku „40 Jahre Jewish Welcome Service“ fort, das seit seiner Gründung eine wichtige Dialogfunktion zwischen aus Wien vertriebenen Jüdinnen und Juden sowie deren Nachkommen einnimmt. Danach um 10.15 Uhr überträgt „ORF III LIVE“ den katholischen Gottesdienst aus dem Wiener Stephansdom.

Zum Auftakt des zweiteiligen „Erlebnis Bühne“-Abends im Zeichen von Franz Lehár präsentiert ORF III „‚Dein ist mein ganzes Herz‘ – Die schönsten Melodien von Franz Lehár“ (20.15 Uhr). Im Theater an der Wien haben die Wiener Symphoniker im Juni 2020 anlässlich des 150. Geburtstags des Komponisten aufgespielt. Mit Manfred Honeck als Dirigent interpretieren Camilla Nylund, Piotr Beczała und Michael Schade die unwiderstehlichen Lehár-Melodien. Anschließend folgt das Porträt „Franz Lehár – Immer nur Lächeln“ (21.35 Uhr), das Regisseur Thomas Macho zum 150. Geburtstag von Franz Lehár 2020 gestaltete. Abschließend zeigt ORF III um 22.30 Uhr den Film „Welttournee ins Überleben – Richard Tauber 1938“: Zur Zeit des Einmarsches der deutschen Wehrmacht in Österreich im März 1938 war der gefeierte Startenor, dessen Familie jüdische Wurzeln hatte, gerade auf Konzertreise in Italien und entkam so durch Zufall der Verfolgung, verlor jedoch Vermögen und Heimat. Die Doku rekonstruiert Taubers Tournee anhand privater Filmaufnahmen und zeigt die Welt der Schönen und Reichen im Jahr 1938, während sich die Naziherrschaft weiter ausbreitete.

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