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Energiepreise im September weiter im Aufwind

Preisrallye im Gas- und Stromgroßhandel noch gar nicht voll eingepreist / Import von Öl & Gas wird uns heuer bis zu € 10,3 Mrd. kosten / Kampagne des BMK wird fossilen Import verringern

Wien (OTS) - Für die hohe Inflation im September waren die Energiepreise ganz wesentlich verantwortlich: Der Energiepreisindex (EPI) für die österreichischen Haushalte lag um 16,3 % über dem Vorjahresniveau, die Inflation erreichte damit 3,2 %. Im Vergleich zum Vormonat August stieg der von der Österreichischen Energieagentur berechnete EPI um 0,8 %, die allgemeine Teuerung legte mit einem Plus von 0,5 % zu.

Hier finden Sie die Entwicklungen der Energieträger im Monats- und Jahresvergleich.

2021 hoher Kaufkraftabfluss durch Energieimporte zu befürchten, Gegenmaßnahmen notwendig
Die hohen Energiepreise sind aber lediglich ein Abbild der hohen Importpreise. In den letzten Jahren (mit Ausnahme des „Coronajahrs 2020“) kosteten uns die Einfuhr der fossilen Energieträger (Erd-)Öl und Erdgas bis zu 9,2 Mrd. Euro. Dieser Betrag kann nach einer Abschätzung der Österreichischen Energieagentur für das Jahr 2021 aus heutiger Sicht auf 10,3 Mrd. Euro steigen. „10 Mrd. Euro bedeuten einen enormen Kaufkraftabfluss, noch dazu in Richtung von Lieferländern, die in der Mehrzahl – vorsichtig ausgedrückt – pseudodemokratische Regierungsmodelle bevorzugen. Neben klimapolitischen Überlegungen gibt es also noch gewichtige weitere Argumente für die Vermeidung von Energieimporten“, analysiert Herbert Lechner, wissenschaftlicher Leiter in der Österreichischen Energieagentur. „Die heute gestartete Kampagne ‚Holt die Leichen aus dem Keller‘, ist daher wie die vorige Förderaktion ‚Raus aus Öl und Gas‘ diesbezüglich eine wichtige Initiative – die bisherigen Erfahrungen zeigen aber auch, dass es am Ende des Tages nicht ohne gesetzliche Maßnahmen gehen wird“, so Lechner.

Alle Energieträger im Detail und entsprechende Grafiken sowie einen kurzen Video-News Beitrag, finden Sie auf der Presseseite der Österreichischen Energieagentur.

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