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Medienpräsenz im Oktober: Kurz vor Schallenberg und Kogler

Ex-Kanzler mit Rücktritt auf Platz 1, neuer Kanzler Schallenberg mit mehr als 1.100 Beiträgen auf Rang 2

Wien (OTS) - Das aktuelle APA-Comm-Politik-Ranking, das laufend die Berichterstattung von 15 österreichischen Tageszeitungen analysiert, zeigt für Oktober 2021 Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) auf dem ersten Platz der medial präsentesten Politikerinnen und Politiker des Landes. Kurz führt das Ranking mit 2.541 Beiträgen vor seinem Nachfolger Alexander Schallenberg (ÖVP, 1.101 Beiträge) und Vizekanzler Werner Kogler (Die Grünen, 699 Beiträge) an. Die Plätze 4 und 5 belegen Bundespräsident Alexander Van der Bellen (580 Beiträge) sowie Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP, 491 Beiträge).

Als Folge von Ermittlungen seitens der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) erklärte Sebastian Kurz am 9. Oktober 2021 seinen Rücktritt als österreichischer Bundeskanzler. Es besteht der Verdacht der Beeinflussung politischer Umfragen auf Kosten der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. Kurz bleibt trotz der Vorwürfe Parteiobmann der ÖVP und wechselte als neu gewählter Klubchef in den österreichischen Nationalrat. Er kündigte zudem an, seine künftige Immunität als Abgeordneter aufzugeben, was laut Gesetz jedoch nur mit Zustimmung des Nationalrats möglich wäre. In Kurz‘ medialer Präsenz zeigt sich ab Mitte des Monats ein deutlicher Rückgang: Mehr als 80 Prozent aller Beiträge finden sich in der ersten Oktoberhälfte, lediglich 20 Prozent in der zweiten.

Nach der Forderung des grünen Parteichefs Werner Kogler (Platz 3), die ÖVP möge eine untadelige Person als neuen Kanzler benennen, um weiterhin regierungsfähig zu bleiben, nominierte die Volkspartei den früheren Außenminister Alexander Schallenberg (Platz 2). Schallenberg wurde am 11. Oktober durch Bundespräsident Alexander Van der Bellen (Platz 4) zum neuen Bundeskanzler ernannt. Die wichtigsten VertreterInnen der Opposition, die unmittelbar vor Kurz‘ Rücktritt eine Konzentrationsregierung gegen die ÖVP erwogen hatten, belegen Plätze innerhalb der Top 20: FPÖ-Parteiobmann Herbert Kickl (Platz 6), SPÖ-Parteivorsitzende Pamela Rendi-Wagner (Platz 10) sowie NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger (Platz 16).

Schallenberg sieht sich seit Oktober mit stark steigenden Corona-Neuinfektionszahlen konfrontiert. Gemeinsam mit Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Platz 7) präsentierte er einen Corona-Stufenplan, der ab einer Auslastung von 600 Intensivbetten u.a. einen Lockdown für Ungeimpfte vorsieht. Die höchste Zahl an Neuinfektionen im Oktober gab es in Oberösterreich, was, neben erfolgreichen Koalitionsverhandlungen zwischen ÖVP und FPÖ, Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) den achten Platz im Medienpräsenz-Ranking einbringt.

Für Finanzminister Blümel (ÖVP, Platz 5) stand neben der ÖVP-Krise und der angekündigten ökosozialen Steuerreform insbesondere die Budgetrede im Mittelpunkt der Berichterstattung. Blümel kündigte darin eine Rückkehr zur nachhaltigen Budgetpolitik nach Überwinden der CoV-Krise an. Relevant für die Medienpräsenz von Infrastrukturministerin Leonore Gewessler (Grüne, Platz 9) war im Oktober vor allem die Einführung des österreichweiten Klimatickets. Mit mehr als 100.000 verkauften Einheiten übersprang das Klimaticket bereits in der Early Bird-Phase das selbstgesteckte Ziel der Ministerin.

Das Ranking der Top-20-Akteurinnen und -Akteure für Oktober 2021 ist unter https://www.ots.at/politikranking jederzeit abrufbar. Das Ranking wurde von APA-Comm auf Basis der Anzahl von Beiträgen mit namentlicher Erwähnung von Politikerinnen und Politikern in 15 österreichischen Tageszeitungen für den Zeitraum von 1. bis 31. Oktober 2021 erstellt.

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