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Oö. Volksblatt: "Programm-Frage" (von Christian HAUBNER)

Ausgabe vom 4. November 2021

Linz (OTS) - Es ist gar nicht ungewöhnlich, dass nach der Wahl eines US-Präsidenten in den Bundesstaaten vermehrt Kandidaten der anderen großen Partei gewählt werden. Insofern ist auch die Tatsache, dass der Republikaner Glenn Youngkin in Virginia gewonnen hat, nicht außergewöhnlich.
Sehr wohl außergewöhnlich ist jedoch, wie er gewonnen hat. Denn Youngkin hat sich bewusst nicht eines Donald Trumps als Zugpferd bedient. Im Gegenteil, er hat den Namen des Ex-Präsidenten, der die republikanische Partei immer noch in einem inhaltlichen Würgegriff zu halten scheint, bei Wahlveranstaltungen kaum erwähnt. Stattdessen hat er auf sehr konservative Werte gepocht und gegen angebliche Auswüchse einer überbordenden Political Correctness gesetzt, die viele Menschen im Land offenbar als Bevormundung empfinden.
Der Demokrat Terry McAuliffe hingegen hatte tatkräftige Unterstützung von so schillernden Persönlichkeiten wie Präsident Joe Biden und Ex-Präsident Barack Obama und warnte immer wieder vor einem gar nicht zur Wahl stehenden Trump – und ist dennoch unterlegen.
Das Fazit: Die Republikaner können auch ohne Trump gewinnen. Und für Demokraten reicht es als Programm nicht aus, nicht Donald Trump zu sein.

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