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SWV NÖ-Thomas Schaden: „Globale Mindeststeuer ist erster Schritt für mehr Steuergerechtigkeit“

Dennoch müssen kleine Betriebe mehr entlastet und Konzerne stärker besteuert werden

St. Pölten (OTS) - „Die 20 führenden Wirtschaftsmächte haben sich letztes Wochenende auf eine Mindeststeuer von 15% für große Konzerne geeinigt, die weltweit tätig sind. Das ist ein wichtiger Schritt in Richtung mehr Steuergerechtigkeit“, erklärt der Präsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes (SWV) Niederösterreich, Thomas Schaden. „Aber es müssen weitere Maßnahmen gesetzt werden, um Konzerne stärker zu besteuern und kleine Unternehmen zu entlasten. Denn diese leisten immer noch einen wesentlich höheren Beitrag zum Steueraufkommen als Konzerne. Und durch diese größere Steuerlast sind sie auch im Wettbewerb benachteiligt.“
„International tätige Konzerne sollen nun unabhängig von ihrem Hauptsitz bis spätestens 2023 mindestens 15% Steuern zahlen, was die Verlagerung von Unternehmensgewinnen in Steuerdumpingländer verhindern soll. Es ist erfreulich, dass hier so gut wie alle 140 Länder der OECD an einem Strang ziehen und zugestimmt haben. Wenn ein Unternehmen im Ausland mit einer Tochterfirma weniger Steuern zahlt, muss es die Differenz nun im Heimatland zahlen.“

„Und auch Konzerne und Internetgiganten müssen ihre Steuern künftig dort bezahlen, wo sie ihre Gewinne erwirtschaften. Das ist für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und Einpersonenunternehmen (EPU) tägliche Realität. Bei der Umsetzung der globalen Mindeststeuer ist daher auch darauf zu achten, dass alle Konzerne erfasst werden und es nicht zu halbherzigen Regelungen und Ausnahmen kommt.“

„Ziel muss eine Steuergerechtigkeit sein, bei der Konzerne jenen Beitrag leisten, wie ihn kleine Betriebe schon immer erbringen. Diesem ersten Schritt müssen deshalb weitere folgen. Wir fordern im Sinne der Fairness eine noch stärkere Besteuerung der Konzerne. Zugleich müssen EPU und KMU steuerlich entlastet werden: bei der Schaffung von Investitionsrücklagen, dem Aufbau von Eigenkapital und durch eine nachhaltige Senkung der Lohnnebenkosten“, verlangt Thomas Schaden.

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