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Grüne/Schallmeiner zum Weltmännertag: Hilfe annehmen ist männlich

Grüner Gesundheitssprecher ruft zum Hinterfragen von Stereotypen und Gendernormen auf

Wien (OTS) - „Männern wird seit jeher anerzogen hart und eigenständig zu sein. Ein falsch verstandenes Rollenbild, das dazu führt, dass Männer seltener Hilfe durch andere annehmen, sich auch seltener um Hilfe umsehen. Das Ergebnis dieses Rollenbildes ist, dass Männer im Durchschnitt sieben Jahre früher sterben, sie haben häufiger Erkrankungen, die durch vorbeugende Maßnahmen und Untersuchungen rascher diagnostiziert werden hätten können.

Ebenfalls ein Ergebnis dieses falschen Rollenbildes sind psychische Erkrankungen, bei denen Männer seltener Hilfe aufsuchen. Auch hier gilt für viele immer noch das Motto, dass eine psychische Erkrankung unmännlich ist, und Hilfe suchen oder annehmen nicht mit dem eigenen Rollenverständnis zusammenpasst“, sagt Ralph Schallmeiner, Gesundheitssprecher der Grünen anlässlich des heutigen Weltmännertages.

Auf alle diese Faktoren macht der Weltmännertag und der ganze November im Rahmen der Kampagne „Movember“ aufmerksam. Der Grüne Gesundheitssprecher Ralph Schallmeiner will mithelfen falsch verstandene Rollenbilder aufzubrechen: „Dazu gehört es nicht nur das Gespräch im eigenen Umfeld zu suchen, dazu braucht es auch die Unterstützung entsprechender Kampagnen durch die Politik und jeden Einzelnen. Ich für meinen Teil werde den November wieder zum Movember machen, und versuchen bei allen sich mir bietenden Möglichkeiten auf das viel zu leise vorgetragene Thema „Männergesundheit“ hinzuweisen. Meinem eigenen Sohn versuche ich das vorzuleben, auch den Bruch mit klassischen Rollenbilder möchte ich vermitteln. Zu oft ist das klassische Bild vom harten, starken Mann ein Grund dafür, dass Männer sich bei gesundheitlichen Problemen Hilfe suchen und nehmen. Grund genug dieses Denken zu begraben.“

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