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FP-Teufel: Bargeldloser Supermarkt ist falscher Weg

Bei Blackout keine Lebensmitteln - Pilotprojekt in Tirol überschreitet rote Linie

St. Pölten (OTS) - Wie die Kronen Zeitung berichtet, hat in Innsbruck der erste Supermarkt eröffnet, bei dem nur noch bargeldlos bezahlt werden kann. „Das ist aus mehreren Gründen der völlig falsche Weg“, kritisierte der freiheitliche Wirtschaftssprecher LAbg. Ing. Mag. Reinhard Teufel aus Niederösterreich dieses „Pilotprojekt“.

„Die Supermarktbetreiber haben hier eine rote Linie überschritten“, betonte Teufel. Denn das sei ein weiterer Schritt hin zur bargeldlosen Gesellschaft, die den Bürger zum gläsernen Menschen degradiere. „Wenn man nur noch mit Karte zahlen kann, ist leicht feststellbar, wer, was, wann, wo und wie viel gekauft hat. Die Privatsphäre ist somit dahin“, betonte Teufel. Abgesehen davon, dass das so herauslesbare Konsumverhalten des einzelnen Kunden wohl für penetrante, direkte Werbung genutzt werden wird, öffnen diese Daten Tür und Tor für Missbrauch“, warnte Teufel.

Von den an der Supermarktkassa erfassten Lebensmitteln könnte etwa eine Krankenkasse auf ungesunde Ernährungsweise ihrer Versicherten schließen und die Beiträge anheben, zeigte Teufel die Gefahren der Rundum-Digitalisierung auf. Auch seien die Arbeitsplätze der Supermarktmitarbeiter an den Kassen gefährdet. „Noch sitzen Kassiererinnen dort, wie auch der betroffene Laden in Innsbruck betont, doch das könnte sich rasch ändern, wenn das ‚Pilotprojekt‘ gut funktioniert“, so Teufel.

Aber auch ein anderes wesentliches Argument spreche gegen einen rein bargeldlosen Supermarkt. Während derzeit ernsthaft über einen drohenden Blackout spekuliert werde und sich unsere Zivilschutzeinrichtungen auf ein derartiges Szenario vorbereiten würden, sei die Abschaffung des Bargeldes bei Grundversorgern wohl der denkbar falscheste Weg, sagte Teufel. „Ohne Strom keine Kassa. Ohne Kassa kein Einkaufen. Das geht schief“, warnte Teufel.

Abgesehen davon würden Menschen, die aus welchen Gründen auch immer keine Bankomatkarte hätten, vom Konsum ausgeschlossen. Also etwa Menschen mit einem Bankkonto, aber ohne Debit- oder Kreditkarte, Bettler, oder Kinder, die mit ihrem ersten Taschengeld ein Eis kaufen wollen. „Der Abschaffung des Bargeldes muss entschieden entgegengetreten werden. Denn damit verlieren wir einen großen Teil unserer Freiheit. Dieses ‚Pilotprojekt‘ ist ein weiterer Schritt in diese Richtung und muss daher strikt abgelehnt werden“, betonte Teufel.

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