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Zierfuß ad Kindergärten: Bildungsproteste müssen endlich ernst genommen werden

Stadt Wien hat die Aufgabe die Rahmenbedingungen und die Qualität in den Wiener Kindergärten zu verbessern

Wien (OTS) - „In Wien gehen mittlerweile fast wöchentlich die Pädagogen, Eltern und Schüler auf die Straße. Über die Lehrerverteilung wurde hier schon häufig diskutiert, über die Probleme der Kindergartenpädagogen noch nicht. Deswegen nutzen wir heute unsere Aktuelle Stunde um auch ihnen hier im Gemeinderat eine Stimme zu geben“, so Bildungssprecher Gemeinderat Harald Zierfuß im Zuge der von der neuen Volkspartei Wien initiierten Aktuellen Stunde.

Man sei sich allgemein darin einig, dass der Kindergarten als erste Bildungseinrichtung einen enormen Einfluss auf die Zukunftschancen von Kindern nehme bzw. dass es hier Verbesserungen der Rahmenbedingungen geben müsse. „Doch anstatt die eigene Zuständigkeit als Stadt wahrzunehmen, rufen rote Gemeinderäte dazu auf, dass Bedienstete der Stadt Wien vor dem Bildungsministerium demonstrieren sollten. Ein Schelm, wer das als reines Ablenkungsmanöver erkennt“, so Zierfuß, der mit Nachdruck darauf verweist, dass das Kindergartenwesen in Gesetzgebung und Vollziehung Landessache ist.

Die Stadtregierung sei daher aufgefordert mit solchen Spielchen aufzuhören, der Verantwortung gerecht zu werden und konkrete Verbesserungen für die Wiener Kindergärten zu forcieren. Dazu gehöre vor allem die Reduzierung der Gruppengrößen. „Faktum ist, dass diese viel zu groß sind. Bei bis zu 25 Kindern kann eine Pädagogin unmöglich auf die einzelnen Kinder eingehen“, so Zierfuß, der dazu auch einen entsprechenden Beschlussantrag einbrachte und daran erinnerte, dass Stadtrat Wiederkehr im Jahr 2020 noch davon sprach die Gruppengrößen halbieren zu wollen.

Um den vorherrschenden Pädagogenmangel in Wien zu bekämpfen, brauche es vor allem bessere Rahmenbedingungen, attraktivere Arbeitsbedingungen und eine angemessene Vorbereitungszeit.

Ein weiteres Problem in Wien stelle die Förderungen für die privaten Kindergärten dar. Denn während ein städtischer Kindergartenplatz pro Jahr durchschnittlich mit rund 13.000 Euro zu Buche schlägt, erhalten private Träger für den gleichen Platz nur rund 6.000 Euro an Förderungen. In der letzten Periode haben die Neos, darunter auch der jetzige Bildungsstadtrat Wiederkehr noch darauf hingewiesen und dies kritisiert, jetzt werden die Ungleichbehandlung aber plötzlich abgestritten. „Gerade von den Neos hätte ich mir hier mehr Transparenz und vor allem Gerechtigkeit erwartet. Für uns bleibt klar: Der Stadt muss jedes Kind gleich viel wert sein. Wir brauchen gerechte Förderungen und dafür setzen wir uns auch weiter ein!“

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