Budget 2022: Fördermittel für IPCEI Mikroelektronik/Communication Technologies fix

IPCEI Mikroelectronics/Communication Technologies mit Fördermittel in der Höhe von 125 Mio. Euro ausgestattet

Wien (OTS) - Mikroelektronik ist die wichtigste Grundlage für die digitale und technologische Zukunft Europas. Dem hat die Bundesregierung im Budget 2022 Rechnung getragen.

Die Mikroelektronik und mikroelektronische Komponenten wie Chips, Prozessoren, intelligente Sensoren und Leistungshalbleiter sowie dazugehörige Software sind die Grundlage für die Digitalisierung Europas, die Bewältigung der großen Herausforderungen unserer Zeit und für die Versorgungssicherheit in Europa. Important Projects of Common European Interest (IPCEI) verfolgen das Ziel der Ansiedelung höchstinnovativer Produktionen von strategisch für Europa überlebensnotwendigen Technologien. Für Marion Mitsch, Geschäftsführerin des FEEI ist diese Zusage an Fördermitteln für IPCEI Mikroelectronics/Communication Technologies eine bedeutende Grundlage für den Aufbau von europäischen Wertschöpfungsketten in strategisch wichtigen Technologiefeldern: „Öffentliche Gelder für Forschung und erste industrielle Produktion ziehen unmittelbar Investitionen der Industrie nach sich, wie die jüngsten Beispiele hochinnovativer Unternehmen wie Infineon oder AT&S zeigen. Damit wird nicht nur die technologische und digitale Souveränität Europas gestärkt und Versorgungssicherheit gewährleistet, sondern auch heimische Wertschöpfung und viele Arbeitsplätze abgesichert. Letztlich gewinnt der Standort Österreich.“ Österreichs Unternehmen tragen dazu außerordentlich viel bei. „Um Österreich aber auch Europa im globalen Wettbewerb zu stärken, hätten wir uns natürlich eine höhere Summe gewünscht – geht es doch um nichts weniger als die technologische Souveränität,“ so Mitsch.

Strategische Weichenstellung

Die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass Europa bei essenziellen Zukunfts- und Schlüsseltechnologien einen selbstbestimmteren Weg gehen muss, um die Abhängigkeit von den USA und Asien zu reduzieren.

Mit dem ersten IPCEI Mikroelektronik 2018 hat Europa begonnen, strategische Weichen zu stellen. Marion Mitsch: „Für Österreichs Unternehmen und Forschungszentren ist es essenziell, mit Unternehmen in anderen europäischen Ländern strategische Partnerschaften zu bilden. Durch IPCEI Mikroelectronics/Communication Technologies gilt es ab sofort, die durch das erste IPCEI Mikroelektronik entstandenen Partnerschaften und Wachstumsprojekte weiter zu entwickeln, um den größtmöglichen Nutzen für alle beteiligten Partner und Europa zu schaffen“. Die innovativen österreichischen Unternehmen sind bei vielen dieser Schlüsseltechnologien (vor allem bei Technologien und Anwendungen für erneuerbare Energien und Energieeffizienz) weltweit absolute Vorreiter und verfügen europaweit über eine einzigartige Wertschöpfungstiefe. Gerade im Bereich der elektronikbasierten Systeme hat sich Österreich in den vergangenen Jahren erfolgreich spezialisiert. Dementsprechend engagieren sich heimische Unternehmen überproportional hoch in IPCEIs, wodurch in der Vergangenheit viele wichtige technologische Entwicklungen angestoßen werden konnten. Diese Technologien werden künftig erhebliche Wertschöpfungseffekte für Österreich zur Folge haben und den Wirtschafts- und Innovationsstandort Österreich nachhaltig stärken.

Über IPCEI

Die Europäische Union hat mit dem Instrument der „Important Projects of Common European Interest“, kurz „IPCEI“ ein wichtiges Hilfsmittel geschaffen, um die Umsetzung zukunftsorientierter Forschungs- und Technologieentwicklung in europäische Produktion mit öffentlichen Mitteln zu unterstützen und so Zukunfts- und Schlüsseltechnologien in Europa zu halten. Europäische Unternehmen können damit (gemeinsam) Innovationen in wichtigen Zukunftsfeldern, wie der Mikroelektronik, Wasserstoff oder Low Carbon Industries, einfacher und zielgerichteter verfolgen und vorantreiben. Wichtige Wertschöpfungsketten in Europa werden dadurch aufgebaut und die Position Europas in einer digitalisierten Welt von morgen maßgeblich gestärkt.

Über den FEEI

Der Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie vertritt in Österreich die Interessen des zweitgrößten Industriezweigs mit rund 300 Unternehmen, rund 67.000 Beschäftigten und einem Produktionswert von 17,2 Milliarden Euro (Stand 2020). Gemeinsam mit seinen Netzwerkpartnern – dazu gehören u. a. die Fachhochschule Technikum Wien, UFH, die Plattform Industrie 4.0, Forum Mobilkommunikation (FMK), der Verband Alternativer Telekom-Netzbetreiber (VAT) und der Verband der Bahnindustrie – ist es das oberste Ziel des FEEI, die Position der österreichischen Elektro- und Elektronikindustrie im weltweit geführten Standortwettbewerb zu stärken.

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