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Grüne Wien/Otero García: Zweifelhafte Baumfällungen in Hernals

Wien (OTS) - In der „Manner-Villa“ in Hernals entstehen derzeit neue Luxus-Wohnungen sowie eine Tiefgarage. Bereits seit längerem sorgen sich die Anrainer:innen um zweifelhafte und übermäßige Baumrodungen.

„Es ist inakzeptabel, dass 38 Bäume für dieses Bauvorhaben gefällt werden sollen. Allen Widerständen zum Trotz, setzt man sich hier über den Willen der Anrainer:innen hinweg. Die Sorgen der Bürger:innen und der Klimaschutz müssen also wieder einmal dem Beton weichen“, sagt Huem Otero García, Umweltsprecherin der Grünen Wien.

Für den Umbau der Luxusimmobilie samt Tiefgarage sollen drei Viertel der Bäume im Park der Manner Villa gefällt werden. Ursprünglich wurde ein Antrag auf Fällung von 38 Bäumen gestellt. Laut Auskunft des Bezirksamts wurde der Antrag abgeändert. Der neue Antrag lautet auf Fällung von 28 Bäumen. Zehn seien vom Borkenkäfer befallen. Diese Woche starteten die ersten Fällungen.

„Wir haben ein strukturelles Problem mit dem Baumschutz in Wien. Es ist schon bemerkenswert, wie viele Bäume bei Bauvorhaben plötzlich vom Borkenkäfer befallen sein sollen. Da für sogenannte kranke Bäume keine Ersatzpflanzungen geleistet werden müssen, ist das besonders gravierend“ so Huem Otero García, Umweltsprecherin.

Die MA 42 stellt fest, ob Bäume krank sind oder nicht. Doch auf ihre Gutachten vertraut die Bevölkerung nicht mehr. Diese sind mangelhaft und Bäume werden schnell mal für tot erklärt. Bezirksvorsteherin Ilse Pfeffer hatte daher Anrainer:innen und Umwelt-NGOs noch Anfang Oktober angeboten, eine gemeinsame Begehung mit ihr, dem Bauherrn sowie Vertreter:innen von Bezirksamt und MA 42 zu organisieren, um Transparenz zu schaffen. Dazu wird es wohl nicht mehr kommen, denn am Montag wurden die ersten Bäume gefällt.

„Eine Begehung zu versprechen, die niemals stattfindet und wichtige Umweltinformationen zurückzuhalten, ist ein fragwürdiges Vorgehen. Nun sind die Bäume tot und die Bagger fahren an“, so Otero García.

„Stadtrat Czernohorszky muss dafür Sorge tragen, dass das Baumschutzgesetz eingehalten wird und die Gutachten der MA 42 Qualitätskriterien entsprechen. Die Stadtregierung ist den Menschen in der Stadt verpflichtet und nicht den Spekulant:innen mit ihren Luxusimmobilien“, so Huem Otero García.

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