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ÖH: Gesetzesentwurf zu Sommerschulen fixiert Ausbeutung von Studierenden

Nach Entwurf der Novelle des Schulorganisations- bzw. Schulzeitgesetzs sollen Studierenden Sommerschulen weiterhin unentgeltlich durchführen

Wien (OTS) - Wie bereits erwartet wurde am Montagmorgen der Novellierungsentwurf des Schulorganisations- bzw. Schulzeitgesetzs veröffentlicht, der die dauerhafte Beibehaltung der Sommerschulen fixiert. Kritik gibt es daran von Seiten der Österreichischen Hochschüler_innenschaft (ÖH), weil Studierende weiterhin unbezahlt arbeiten müssten. “Die vorliegende Novellierung ist nichts anderes als die Ausbeutung von Studierenden per Gesetz!”, prangert Sara Velić aus dem Vorsitzteam der ÖH an. “Während Lehrpersonen für die Sommerschulen entlohnt werden, denkt das Ministerium einmal wieder, Studierende seien einfach nur kostenlose Arbeitskräfte. Das ist für uns nicht tragbar!”, führt Velić fort.

Laut dem Gesetzesentwurf sollen die Sommerschulen an Pflichtschulen ab 2023 komplett von Studierenden im Rahmen ihres Studiums durchgeführt werden. Darin sieht die ÖH die Gefahr einer früher oder später kommenden Pflichtteilnahme von Studierenden an den Sommerschulen. “Die bestehende Schulpraxis darf auf keinen Fall durch die Sommerschulen ersetzt werden. Studierende sind einfach nicht dazu da, um die Unfähigkeit des Ministers auszubaden!”, verdeutlicht Baier. Hinzu kommt, dass der Sommer für viele Studierende genutzt wird, um zu arbeiten und sich so ihr Studium zu finanzieren. “Hier werden Studierende bewusst in die Prekarität gedrängt und somit womöglich ganz vom Studium ausgeschlossen!” kritisiert Baier.

In der ÖH zeigt man sich entsetzt, dass solch gravierende Entscheidungen ohne die Einbindung der ÖH entschieden wurden. Naima Gobara vom Vorsitzteam bekräftigt: “Wieder einmal wurde nicht die Ursache des Problems erkannt und behoben, sondern Symptome bekämpft. Schüler_innen und Studierende müssen herhalten, weil Schulen es nicht schaffen alle abzuholen und auf individuelle Bedürfnisse einzugehen. Wir fordern das Ministerium auf, sich mit der ÖH und Schüler_innenvertrer_innen an einen Tisch zu setzen und eine tragbare Lösung zu finden."

Rückfragen & Kontakt:

ÖH - Österreichische HochschülerInnenschaft
Tanja Steger
Pressesprecherin
+43 676 88852211
tanja.steger@oeh.ac.at
www.oeh.ac.at

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