SPÖ-Volksanwaltschaftssprecher Silvan zu Pflegenotstand: „Müssen jetzt handeln!“

Im türkis-grünen Regierungsprogramm wurde die Pflegereform groß angekündigt – im vorliegenden Budgetentwurf ist davon nichts zu sehen

Wien (OTS/SK) - „Kaputte und völlig erschöpfte Pflegekräfte, geschlossene Stationen, langes Warten auf Reha-, Behandlungs- und Pflegeplätze, PatientInnen die mit Medikamenten ruhig gestellt werden, das alles ist kein drohendes Horrorszenario, das wir an die Wand malen wollen, das ist traurige Realität“, schildert SPÖ-Volksanwaltschaftssprecher Rudolf Silvan und fordert die Regierung auf, rasch zu handeln, bevor es endgültig zu spät ist. Der Abgeordnete unterstreicht damit die Aussagen von Volksanwalt Bernhard Achitz in der ZIB1, der gestern einmal mehr auf diese dramatischen Umstände aufmerksam gemacht hat.****

In privaten Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen ist der Druck im Beruf, durch das oftmalige Streben der Eigentümer nach Profit, für viele Angestellte schon seit Langem unerträglich geworden. Aber auch in öffentlichen Institutionen müssen rasch Verbesserung geschaffen werden, damit das System nicht vollständig zusammenbricht, ist sich Gewerkschafter Silvan sicher.

Abhilfe würde das von Pamela Rendi-Wagner vorgestellte Pflegekonzept schaffen. „Die SPÖ fordert bekanntlich eine Aufstockung der Ausbildungsplätze und eine Entschädigung für angehende Pflegekräfte bereits ab Beginn der Pflegeausbildung – ähnlich wie im Polizeidienst. Zusätzlich muss für in der Pflege arbeitende Menschen die wöchentliche Arbeitszeit gesenkt und ein einfacher Zugang zur Schwerarbeiterpension hergestellt werden. Auch über eine 6. Urlaubswoche bereits ab dem 40. Lebensjahr muss nachgedacht werden“, skizziert Silvan die Vorschläge zur Aufwertung des Pflegeberufs.

Eine weitere Kernforderung der SPÖ ist die staatliche Pflegegarantie, das heißt, dass der Staat „ohne Wenn und Aber“ alle Kosten für die mobile Pflege oder die Pflege im Pflegeheim übernehmen soll. Doch keine einzige dieser Forderungen von Pamela Rendi-Wagner und der SPÖ sieht der Volksanwaltschaftssprecher im vorliegenden Budgetentwurf abgebildet. „Das türkis-grüne Prestigeprojekt der Pflegereform muss wohl ein weiteres Jahr auf die Wartebank, die leidtragenden sind einmal mehr die Beschäftigten, die PatientInnen und deren pflegende Angehörigen“, schließt Silvan. (Schluss) ar

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Parlamentsklub
01/40110-3570
klub@spoe.at
https://klub.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0001