• 15.10.2021, 16:36:06
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  • OTS0141

800 Gemeindevertreter beim Energie- und Umweltgemeindetag 2021

LH Mikl-Leitner/LH-Stv. Pernkopf: Umwelt- und Klimaschutz hat in Niederösterreich hohen Stellenwert

Utl.: LH Mikl-Leitner/LH-Stv. Pernkopf: Umwelt- und Klimaschutz hat
in Niederösterreich hohen Stellenwert =

St. Pölten (OTS/NLK) - Rund 800 Gemeindevertreter, Abgeordnete und
Ehrengäste folgten der Einladung der Energie- und Umweltagentur NÖ
zum Gemeindetag 2021 in die Stadthalle Ybbs an der Donau.
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und LH-Stellvertreter Stephan
Pernkopf sprachen dabei unter anderem zum Thema „Klimafittes
Niederösterreich“. Zukunftsforscher Andreas Reiter gab einen Einblick
in das „Dorf der Zukunft“. Darüber hinaus wurden die neuen
e5-Gemeinden vorgestellt und Gemeinden für ihr Engagement im Energie-
und Umweltbereich ausgezeichnet.

„Der heutige Tag hat gezeigt, dass unsere Gemeinden ganz großes
Bewusstsein dafür haben, dass der Klimawandel eine große
Herausforderung ist. Der Umwelt- und Klimaschutz hat in
Niederösterreich schon immer einen hohen Stellenwert eingenommen“, so
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, die auf die vielen
Klimaschutzmaßnahmen im Land hinwies. Unter anderem decke
Niederösterreich seit 2015 den Strombedarf zu 100 Prozent aus
erneuerbarer Energie und komme ohne Atom- und Kohlestrom aus. Es
gelte nun weitere Maßnahmen zu setzen, so die Landeshauptfrau, die
auf die Ziele des Klima- und Energiefahrplans des Landes verwies:
„Unser Ziel ist es, die CO2-Emmissionen bis 2030 um 36 Prozent zu
reduzieren, den Strom aus Windkraft zu verdoppeln und Strom aus
Photovoltaikanlagen zu verzehnfachen. All das geht nur im Miteinander
zwischen Land und Gemeinden.“

Dabei gelte es auch die Bürger mitzunehmen. „Das Sonnenkraftwerk
Niederösterreich ist Europas größtes Bürgerbeteiligungskraftwerk. Wir
haben uns vorgenommen, auf über 150 Landesgebäuden PV-Anlagen zu
errichten. Die Bürger können davon Anteile zeichnen und erhalten eine
Rendite von 1,75 Prozent“, so Mikl-Leitner weiter. Ein weiterer
Aspekt der Bürgerbeteiligung sei die NÖ Jugendklimakonferenz, bei der
Jugendliche Forderungen an die Politik stellen können und zugleich
Best-Practice-Beispiele präsentieren sollen. Ein dritter Teil der
Bürgerbeteiligung sei die Landesstrategie 2030, bei der einerseits
Experten und Meinungsführer ihre Expertise einbringen sollen, aber
auch die Landsleute mittels Haushaltsbefragung ihre Ideen einfließen
lassen können. „Wir haben noch viel vor“, so die Landeshauptfrau
abschließend, die unterstrich: „Wir in Niederösterreich sind auf dem
richtigen Weg, wir sind Vorbild in Österreich, Europa und darüber
hinaus. Diese Erfolgsgeschichte wollen wir fortsetzen.“

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf sagte, dass derzeit rund 500
Megawatt Leistung durch Photovoltaik-Anlagen am
niederösterreichischen Netz hängen. „Das entspricht in etwa der
Leistung des Atomkraftwerks Zwentendorf.“ Der LH-Stellvertreter
merkte an, dass mit dem Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz ein wichtiger
Schritt Richtung erneuerbarer Energie gemacht worden sei. „Das
bedeutet, der Investitionsstau wird aufgelöst und wir werden den
Ausbau der Erneuerbaren vorantreiben. Jährlich werden drei Milliarden
Euro in Österreich investiert, eine Milliarde davon in
Niederösterreich.“ Pernkopf begrüße zudem die ökosoziale Steuerreform
und bezeichnete sie als „großen Wurf.“ Darüber hinaus sei
Niederösterreich bei der E-Mobilität auf dem richtigen Weg. Im August
seien mehr E-Autos als Dieselautos in Niederösterreich neu zugelassen
worden. „Wir haben heuer im Vergleich zum Vorjahr die Zahl der
E-Autos verdoppelt“, sagte er und betonte: „Das macht aber nur Sinn,
wenn wir die Autos mit erneuerbarer Energie betreiben.“

Othmar Karas, Vizepräsident des Europäischen Parlaments sagte:
„Gemeinde, Land, Bund und Europa gehören zusammen. Der Name der
Energie- und Umweltagentur ENU ist wunderschön, denn er verbindet die
Europäische Union und Niederösterreich. Eure Themen sind europäische
Themen. Denn es gibt in der EU kein Thema, wo es nicht um die
Erreichung der Klimaziele geht. Das kann Europa nur erreichen, wenn
wir die Maßnahmen in den Gemeinden umsetzen.“

Zukunftsforscher Andreas Reiter sprach in seinem Impulsreferat über
das Dorf der Zukunft und meinte: „Das Land ist längst ein
Zukunftsraum. Das Dorf 2030 ist smart, digital, bietet intelligente
Infrastruktur, ist ein sozialer Ort, ist kollaborativ und
ressourcenleicht.“

Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur
des Landes NÖ, hieß die Gäste zum zehnten Energie- und
Umweltgemeindetag willkommen und sagte: „Wir haben die letzten
eineinhalb Jahre genutzt, haben Webinare und Online-Meetings
abgehalten und sehr viele Menschen erreicht.“ Nun gelte es die
Innovationen im Sinne des Klimaschutzes umzusetzen. Greisberger
führte dazu erneuerbare Energiegemeinschaften,
Photovoltaik-Bürgerbeteiligungsmodelle und den
E-Mobilitätsschwerpunkt an und sagte: „Wir sehen uns als
Gemeindeagentur des Landes Niederösterreich.“ Martin Ruhrhofer,
Leiter es Umwelt-Gemeinde-Service unterstrich, dass „Niederösterreich
das erste Land in Österreich ist, dass die Klimaziele des Landes auf
die Gemeinden heruntergebrochen hat. Wir wollen versuchen, euch zu
unterstützen, um diese Ziele zu erreichen.“

Im Rahmen des Gemeindetages wurden Waidhofen/Ybbs, Tattendorf,
Gänserndorf, Brunn/Gebirge, Gumpoldskirchen und Purkersdorf als neue
e5-Gemeinden vorgestellt. Mit Kaumberg, Sigmundsherberg, Traismauer,
Hollabrunn, Aschbach-Markt, Absdorf, Zeillern, Lassee, Allhartsberg,
Tulln/Donau und Ober-Grafendorf wurden e5-Gemeinden ausgezeichnet.
Bereits am Vormittag fanden Denklabore zu den Klimazielen 2030 statt.
Gemeindevertreter konnten sich zudem in der Innovationszone und im
Beratungscorner über neueste Trends auf Gemeindeebene informieren.

Nähere Informationen: Martin Ruhrhofer, BA, Leiter Bereich Gemeinden
& Regionen, Energie- und Umweltagentur NÖ, E-Mail:
martin.ruhrhofer@enu.at, Telefon: 0676 836 88 114

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