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Arnoldner/Zierfuß: Volle Unterstützung für Anliegen der Kindergartenpädagogen – Stadt Wien muss handeln

Stufenplan zur Reduzierung der Gruppengrößen – Finanzielle Gleichstellung von öffentlichen und privaten Trägern – Einführung einer Vorbereitungszeit für Kindergartenpädagogen

Wien (OTS) - „Die Anliegen der Kindergartenpädagoginnen und -pädagogen in unserer Stadt müssen ernst genommen werden“, so Stadträtin Bernadette Arnoldner sowie der Bildungssprecher der neuen Volkspartei Wien Harald Zierfuß anlässlich der heutigen Demonstration für bessere Arbeitsbedingungen und mehr Personal. Da Kindergärten in Gesetzgebung und Vollziehung gemäß Art. 14 Abs. 4 lit. b des Bundes-Verfassungsgesetzes Sache der Länder sind, müssen die Länder die Rahmenbedingungen für elementare Bildungseinrichtungen regeln und diese entsprechend finanzieren. „Die Stadt Wien ist damit aufgefordert, die Arbeitsbedingungen und die Qualität in Wiens Kindergärten kontinuierlich zu verbessern“, so Arnoldner und Zierfuß.

„Die erst gestern präsentierte Aufstockung von Assistenz-Stunden in Kindergartengruppen ist ein erster Schritt - weitere konkrete Schritte müssen aber folgen, um mehr pädagogische Qualität in Wiens Kindergärten zu bringen“, so Arnoldner und Zierfuß, die dazu drei konkrete Forderungen aufstellen: Neben einem Stufenplan zur Reduzierung der Gruppengrößen in Wiener Kindergärten wird auch die finanzielle Gleichstellung von öffentlichen und privaten Kindergartenbetreibern gefordert sowie die Einführung einer adäquaten Vorbereitungszeit für Kindergartenpädagogen. Im nächsten Gemeinderat sollen diese Forderungen mittels Beschlussanträgen eingebracht werden.

„Der Kindergarten ist die erste Bildungseinrichtung in unserem Bildungssystem. Er legt den Grundstein für eine gute und erfolgreiche Bildungslaufbahn“, so Arnoldner und Zierfuß. Unbestritten habe Wien hier im Vergleich zu anderen Bundesländern größere Herausforderungen zu meistern. Laut Integrationsbericht der Bundesregierung haben bereits 61,6 Prozent der Wiener Kindergartenkinder eine nicht-deutsche Umgangssprache. „Deshalb gilt es gerade in Wien, massiv in die Rahmenbedingungen zu investieren, um mehr Qualität in diese Bildungseinrichtungen zu bringen“, so Zierfuß. Mit einer entsprechenden Investition in ein attraktiveres Berufsumfeld für Kindergartenpädagoginnen und -pädagogen werde auch der Pädagogenmangel aktiv bekämpft.

So brauche es etwa einen Stufenplan zur Reduzierung der Gruppengrößen in Wiener Kindergärten. Während derzeit in Wiener Kindergärten oft ein Pädagoge für bis zu 25 Kinder zuständig ist, empfehlen Experten einen Betreuungsschlüssel von 1:7 für 3-6-Jährige und 1:3 für unter 3-Jährige. Darüber hinaus müssen öffentliche und private Kindergartenbetreiber finanziell gleichgestellt werden. Derzeit werden zwei Drittel aller Wiener Kindergarten-Standorte von privaten Trägern betrieben. „Sie sind damit eine wesentliche Säule der Kinderbetreuung in Wien. Allerdings ist der Wiener Stadtregierung nicht jedes Kind gleich viel wert“, so Zierfuß. Während aus dem Rechnungsabschluss 2020 hervorgeht, dass ein städtischer Kindergartenplatz pro Jahr durchschnittlich mit rund 13.000 Euro zu Buche schlägt, erhalten private Träger für den gleichen Platz nur rund 6.000 Euro an Förderungen. Weiters brauche es auch die Einführung und Finanzierung einer adäquaten Vorbereitungszeit für Kindergartenpädagogen. Einige große private Kindergartenbetreiber geben hier als freiwillige Zusatzleistung bereits eine Vorbereitungszeit von fünf Stunden im Rahmen einer Vollzeitanstellung.

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