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Corona beeinflusste auch im ersten Halbjahr 2021 das Einkaufsverhalten

Lebensmitteleinzelhandel forciert Aktionen - Mehr Bio-Produkte abgesetzt

Wien (OTS) - Die RollAMA-Marktzahlen für das erste Halbjahr 2021 liegen vor. Der Corona-Lockdown im ersten und die langsame Öffnung im zweiten Quartal machen sich ebenso bemerkbar wie generelle Änderungen im Kaufverhalten, insbesondere bei jungen Konsumenten, die mehr einkaufen und selbst kochen als vor der Krise. Auch Preise und Aktionen beeinflussten in vielen Bereichen die Entwicklungen.

Nach einem Plus von 18% im ersten Halbjahr 2020 gegenüber dem Vorjahr lagen die Frischwareneinkäufe in der ersten Jahreshälfte 2021 nochmal um 1% über dem Vorjahresniveau. Seit dem zweiten Quartal 2021 zeigt die Kurve allerdings wieder nach unten. Die Umsätze lagen im Juni 2021 "nur" mehr 9% über dem Vergleichszeitraum 2019. Erste Rückgänge gab es bei "Hamster-Kategorien" wie Konserven und den Klassikern zum Backen und Kochen wie Milch, Butter und Eier, die in den Lockdown-Zeiten hoch im Kurs standen. Langsam, aber doch geht hier der Weg zurück Richtung Normalität.

Aktionsanteile steigen deutlich

Nachdem der Anteil der Aktionen im Jahr 2020 etwas zurückgegangen war, kam es im Laufe dieses Jahres wieder zu einer deutlich verstärkten Aktionstätigkeit des Lebensmitteleinzelhandels. Rund 28% aller erfassten Produkte wurden zu rabattierten Preisen gekauft, davon überdurchschnittlich viele Produkte in den Kategorien Fertiggerichte sowie Fleisch und Wurst.

Mehr Käse, Fleisch und Gemüse

Im Milchsegment konnte insbesondere der Käseabsatz zulegen. Der langjährige Trend zu geschnittenem und geriebenem Käse setzt sich auch in diesem Halbjahr fort. Eine gute Grillsaison und weniger strikte Corona-Beschränkungen als im Vorjahr ließen auch die Fleischeinkäufe wieder steigen. So landeten um 7% mehr Schweinefleisch und um 5% mehr Rindfleisch in den Einkaufskörben - das jedoch zu unterdurchschnittlichen Preisen sowie starken Aktionsangeboten. Bei Gemüse sind die Vorzeichen über alle Kategorien positiv. Diese Warengruppe hat sich in den letzten zwei Jahren am besten entwickelt. Einzig bei Erdäpfeln führten niedrigere Preise zu starken Umsatzverlusten gegenüber dem Vorjahr.

Im Trend: Alles, was "jung" ist

Junge Haushalte tragen durch mehr Konsum zu Hause stark zum Marktgeschehen bei. So wurden die bei jüngeren Konsumenten beliebten Kategorien wie Beerenobst, Milchmischgetränke und frische Fertiggerichte zu Wachstumssiegern. Dazu zählt auch das Kohlgemüse, das als viel propagiertes "Superfood" Einzug in die junge Küche gefunden hat.

Auch Bio-Käufer werden immer jünger

Weiterhin dynamisch bleibt die Entwicklung am Bio-Markt. Die Ausgaben für Bio-Produkte stiegen im Vergleich zum Vorjahr um fast 17%. Der Bio-Anteil an den in der RollAMA erfassten Frischeprodukten erreichte 11%. Im Ranking der Waren mit dem höchsten Bio-Anteil führen Frischmilch, Naturjoghurt und Kartoffeln. Eine Detailanalyse zeigt, dass die Käuferanteile und Intensitäten insbesondere bei den Haushalten stiegen, die bislang noch wenig Bio nachgefragt haben. Auch hier spielen junge Zielgruppen und Haushalte mit kleinen Kindern eine zunehmend wichtigere Rolle. (Schluss)

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