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Welttourismustag 2021: SPÖ-Erasim fordert neue kombinierte Ausbildungskonzepte

Wien (OTS/SK) - An die Stelle von reinen Gastronomie-Ausbildungen sollen Ausbildungen treten, die ein einfacheres Wechseln zwischen verschiedenen Berufen und Branchen ermöglichen. Die Corona-Pandemie habe gezeigt, wie notwendig es ist, Menschen durch breitere Ausbildungen bessere Chancen am Arbeitsmarkt zu ermöglichen. „Anlässlich des Welttourismustages gilt zunächst einmal der Dank jenen Beschäftigten in der Branche, die nach der Pandemie mithelfen, den Tourismus in Österreich wieder neu zu beleben und damit in einem der wichtigsten Wirtschaftszweige des Landes arbeiten“, erklärt die Tourismussprecherin der SPÖ, Nationalratsabgeordnete Melanie Erasim. Jetzt gelte es, dringend Maßnahmen zu setzen, die zur Stabilisierung des Arbeitsmarkts in der Gastronomie und Hotellerie beitragen. Dazu ist es auch notwendig, die Arbeitsbedingungen im Tourismus etwa mit einer freiwilligen, staatlich geförderten Vier-Tage-Woche und höherer Bezahlung zu verbessern. ****

„Viele Beschäftigte in der Gastronomie und im Tourismus haben nach den monatelangen Lockdowns die Branche gewechselt und stehen nun nicht mehr zur Verfügung. Das führt zu Personalengpässen in vielen Betrieben.“ Seit Monaten habe die SPÖ von Tourismusministerin Köstinger Konzepte eingefordert, um für die Zeit nach der Krise vorbereitet zu sein. „Das, was wir befürchtet haben, ist eingetreten: Es gab keine Aus- und Weiterbildungsinitiativen, kein sinnvolles Kurzarbeitskonzept und keine ausreichende Unterstützung für die Beschäftigten und ihre Familien.“ Jetzt stehe man vor der Situation, dass tatsächlich sehr viele der Branche den Rücken gekehrt haben und es sehr schwierig sei, ausreichend qualifiziertes Personal zu finden. „Es kann auf Dauer keine Lösung sein, dass hier dann wieder auf noch mehr Fachkräfte aus Drittstaaten zurückgegriffen werden muss. Das ist keine Lösung, das ist eine kurzsichtige Loch-auf-Loch-zu-Politik, die wiederum später den Druck auf den Arbeitsmarkt erhöht.“

Die SPÖ schlägt daher vor, die Ausbildung in der Gastronomie auf breitere Beine zu stellen: „Es muss Kombinationsausbildungen geben, wie etwa Köchin/Koch in Kombination mit Fooddesignerin/Fooddesigner oder die Kombination Kellnerin/Kellner mit Einzelhandelskauffrau/Einzelhandelskaufmann. Das würde das flexiblere Wechseln zwischen verschiedenen Branchen erleichtern und letztlich auch dem Tourismus helfen“, so Erasim.

Es gebe viele Beispiele, wie und was man kombinieren könne. „Die Corona-Pandemie hat nur verdeutlicht, was auch vorher schon sichtbar war. Die Arbeit in Gastronomie und Hotellerie ist oft Schwerstarbeit, die viele nicht ein Arbeitsleben lang durchstehen können. Viele Frauen etwa wechseln die Branche, wenn sie eine Familie gegründet haben, weil Kinderbetreuung und Nachtarbeit nur in den seltensten Fällen vereinbar sind.“

Zur Nachhaltigkeit im Tourismus gehören auch nachhaltige Konzepte für die Beschäftigten in der Branche. „Ich fordere die Regierung auf, gemeinsam mit den Sozialpartnern hier praktikable Lösungen zu erarbeiten und so als Tourismusnation auch ein internationales Vorbild für den Arbeitsmarkt in dieser jetzt wieder wachsenden und für Österreich so wichtigen Branche zu werden“, erklärt Erasim.

SERVICE: Foto von SPÖ-Tourismussprecherin Melanie Erasim unter https://tinyurl.com/46jsfyz3

(Schluss) sl/lp

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