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SPÖ-Bayr: Verhütung ist Selbstbestimmung!

Weltverhütungstag am 26. September

Wien (OTS/SK) - „Frauen und Mädchen müssen selbst entscheiden können, ob, wann und mit wem sie Sex haben und ob und wann sie schwanger werden möchten. Medizinische Dienste sollen zugänglich sein, wann immer sie benötigt werden. Reproduktive Rechte und reproduktive Gesundheit müssen auch in Krisenzeiten für alle Frauen garantiert werden“, fordert Nationalratsabgeordnete Petra Bayr anlässlich des Weltverhütungstags am 26. September. Eine aktuelle Studie des European Parliamentary Forum for Sexual & Reproductive Rights (EPF) belegt die Haupthindernisse für den Zugang zu Verhütungsmitteln in Europa während der COVID-19 Krise 2020: Die Angst sich in medizinischen Einrichtungen mit COVID-19 zu infizieren, die strenge Einhaltung der verordneten Maßnahmen zur Kontaktbeschränkung und eine Abneigung dagegen, eine zusätzliche Belastung für das Gesundheitssystem zu werden. Außerdem haben einige Kliniken und Praxen die Öffnungszeiten beschränkt oder zeitweise sogar vollständig geschlossen und die Erreichbarkeit von Notdiensteinrichtungen wurde mangelhaft kommuniziert. Ein weiteres Problem waren Engpässe in Apotheken und finanzielle Hindernisse wie Einkommensverluste und Preiserhöhungen für Verhütungsmittel. ****

In Österreich blieben einige gynäkologische Praxen während des Lockdowns im Jahr 2020 geschlossen oder nahmen keine neuen Kund*innen an. Menschen ohne oder mit geringem Einkommen suchen in der Regel die Beratungsstellen der Österreichischen Gesellschaft für Familienplanung (ÖGF) auf, um Verhütungsmittel kostenlos oder gegen eine kleine Spende zu erhalten. Die Kupferspirale ist hier die bevorzugte Methode. Während der Pandemie ging die Nachfrage jedoch zurück - im Vergleich zu 2019 wurden 2020 weniger als die Hälfte aller Intra-Uterin-Pessare bereitgestellt.

Um in Zukunft den Zugang zu Verhütungsmitteln zu verbessern, empfehlen die Studienautor*innen den verstärkten Einsatz von Telemedizin zur Verschreibung von Verhütungsmitteln über Telefon, SMS und Social-Media-Kanäle. Außerdem den Versand von Rezepten auf dem Postweg beziehungsweise eine direkte Abgabe in der Apotheke. Notwendig seien auch aufsuchende Kampagnen mit Informationen in verschiedenen Sprachen – für Frauen nach der Geburt und besonders marginalisierte Gruppen.

„Das Recht auf körperliche Selbstbestimmung bedeutet, dass Frauen und Mädchen alle Möglichkeiten haben, Entscheidungen über sich, ihren Körper und ihre Reproduktion zu treffen, ohne Angst vor Gewalt leben zu können und real auch das Wissen und den Zugang zu allen Möglichkeiten zur Umsetzung ihrer diesbezüglichen Entscheidungen zu haben“, stellt Bayr abschließend fest. (Schluss) lp

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