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Disoski: „Langjährige Grüne Forderung nach Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung schnell umsetzen“

Grüne begrüßen Umdenken in der ÖVP

Wien (OTS) - „Ein bundesweiter, qualitätsvoller Ausbau von Kinderbetreuung und ein Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz für alle Eltern ab dem 1. Geburtstag des Kindes – das sind langjährige Grüne Forderungen, gegen die es bislang in Teilen der ÖVP recht heftigen Widerstand gegeben hat. Ich freue mich sehr zu lesen, dass die ÖVP hier nun endlich umdenkt und unsere Forderungen fortan unterstützt. Jetzt müssen wir gemeinsam schnell in die Umsetzung kommen und ordentlich aufs Tempo drücken. Wir dürfen nicht noch mehr Zeit verlieren“, kommentiert Meri Disoski, stellvertretende Klubobfrau und Frauensprecherin der Grünen, ein heute veröffentlichtes Interview von Karlheinz Kopf. Der Generalsekretär der Wirtschaftskammer und ÖVP-Nationalrat hatte darin ebenfalls einen Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung gefordert.

„In kaum einem anderen europäischen Land sind so viele Frauen in Teilzeit beschäftigt wie in Österreich, die Teilzeitquote von Frauen liegt bei knapp 50 Prozent. Die Folgen sind drastisch: Das Bruttolebenseinkommen und damit auch die spätere Pension sinken, die Gefahr der Altersarmut erhöht sich. Kinderbetreuung ist deshalb eine entscheidende Voraussetzung dafür, dass Frauen das Ausmaß ihrer Erwerbstätigkeit frei entscheiden können und nicht in aus der Teilzeitfalle direkt in die Altersarmut rutschen“, führt Disoski aus.

Die hohe Teilzeitquote führt die Vize-Klubchefin vor allem auf die ungleiche Verteilung von unbezahlter Kindererziehungs-, Pflege- und Haushaltsarbeit zurück: „Während über 90 Prozent der Männer mit Kindern unter 15 Jahren Vollzeit arbeiten, sind es bei den Frauen nur rund 20 Prozent. Diese Zahlen belegen, dass unbezahlte Arbeit nach wie vor hauptsächlich von Frauen getragen wird“, so Disoski. „Deshalb brauchen wir neben dem Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung auch zeitgemäße Elternzeit-Modelle, die eine partnerschaftliche, gerechte Aufteilung von bezahlter Erwerbs- und unbezahlter Elternarbeit möglich machen. Unsere Vorschläge dazu sind bekannt. Ich hoffe, dass wir uns auch hier rasch Verbesserungen für Frauen und Männer verständigen können“, betont Disoski.

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