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„ORF III Künstlergespräche“: Zehn neue Ausgaben der Gesprächsreihe ab 23. September

Auftakt mit Iris Berben – weiters u. a. Felix Lobrecht, Bastian Pastewka, Alice Schwarzer, Hape Kerkeling, Harald Glööckler und Anne-Sophie Mutter

Wien (OTS) - Zehn außergewöhnliche Persönlichkeiten lädt ORF-III-Moderator Peter Fässlacher diesen Herbst zum ausführlichen „ORF III Künstlergespräch“. In den rund 20-minütigen Vier-Augen-Interviews trifft er diesmal Schauspielerin Iris Berben, Entertainer Hape Kerkeling, Podcast-Moderator Felix Lobrecht, Komiker Bastian Pastewka, Journalistin Alice Schwarzer, Designer Harald Glööckler, Geigerin Anne-Sophie Mutter, Moderatorin Arabella Kiesbauer, Schauspielerin Hannelore Hoger und Bergsteiger-Legende Reinhold Messner zum persönlichen Talk über Karriere und Privatleben, über die eigene Gedankenwelt und Haltung zum Leben sowie zu aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen. Zu sehen sind die einzelnen Folgen, die in Wien, München, Köln, Frankfurt und Kirchheim an der Weinstraße aufgezeichnet wurden, ab 23. September 2021, donnerstags um 19.45 Uhr in „Kultur Heute“.

Die erste Ausgabe der „ORF III Künstlergespräche“ mit Iris Berben im Detail:

Den Auftakt macht das 20-minütige Gespräch mit Schauspielerin Iris Berben, die Peter Fässlacher in der Alten Oper in Frankfurt getroffen hat. Darin erzählt sie u. a. über die einjährige Filmpause, die sie vor mehr als 20 Jahren rund um ihren 50. Geburtstag eingelegt hat, aber auch, weshalb sie rund 30 Jahre lang keine Probeaufnahmen mehr für Produktionen gemacht hat: nicht etwa aus Arroganz, wie man fälschlich annehmen könnte, sondern aus Angst: „Ich habe Probeaufnahmen für ‚Cabaret‘ gemacht. Die Rolle hat dann Marisa Berenson bekommen. Für mich war es allerdings so etwas wie eine Zäsur. Etwas nicht geschafft zu haben. Das war für mich zu Beginn dieses Berufes schon einschneidend, dass ich mir gedacht habe: ‚Du kannst es also doch nicht‘“, so die Künstlerin im Gespräch.

Angesprochen auf die Digitalisierung und ihre Folgen berichtet Iris Berben über ihren persönlichen Umgang mit sozialen Medien, Smartphones und Co. So hat sie für sich bewusst entschieden, in einem Zeitalter der dauernden Verfügbarkeit und Präsenz durch etwas mehr Distanz näher bei sich selbst zu bleiben. „Du lernst einfach, dass du plötzlich für alle Menschen draußen verfügbar bist. Sie halten drauf, sie fotografieren dich. Das gab es ja früher nicht. Da hat auch ein Prozess bei mir angefangen. Wie weit lasse ich das zu? Wie weit lasse ich mich zu? Da merke ich schon: Da hat sich was verändert bei mir. Ich will nicht so verfügbar sein, dass man das einfach aussaugen kann“, sagt die Schauspielerin.

Das „Sich-Selbst-Googlen“ zu unterlassen, fällt ihr dann dennoch an mancher Stelle schwer. „Die Eitelkeit ist nicht ganz weg“, gibt Berben zu. Untergekommen sind ihr dabei unterhaltsame und weniger unterhaltsame Rechercheergebnisse: „Ich habe schon gesehen ‚Iris Berben alt‘, ‚Iris Berben für immer jung‘, ‚Iris Berben Filme‘, ‚Iris Berben tot?‘. Und bei ‚tot‘ habe ich reingeschaut, weil ich wissen wollte, was das bedeutet. Da ging es dann darum, dass ich ein Interview gegeben habe über den Tod. Und solange es solche Verquickungen gibt, lasse ich es.“

Noch mehr Missverständliches ereignete sich 1992, als Iris Berben sich bei Thomas Gottschalk als Mann outete – ein Scherz, der allerdings Folgen hatte. „Es war die Zeit des großen Outings. Wir haben das innerhalb von Minuten entschieden. Es war eine 1.-April-Sendung und in dieser Sendung stimmte nichts. Es waren alles erfundene Geschichten. Und ich habe die Geschichte erfunden, dass ich eigentlich ein Mann bin. Und man hat das dann ernst genommen! Der Sender musste eine Woche schalten, dass das ein Aprilscherz war. Heute würde ich das nicht mehr machen“, erinnert sich die Mimin zurück.

Auf die Frage, was sie sich für die Zukunft wünscht, antwortet Iris Berben abschließend: „Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, würde ich sagen, dass wir Menschen, die Angst vor Veränderung haben, mitnehmen müssen.“ Denn die Welt habe sich immer verändert, sagt sie, „und wir müssen uns mitverändern.“

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