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WKÖ-Klacska: „Arbeitszeitreduktion zur Lösung des Lkw-Lenkermangels genau der falsche Weg“

Gewerkschafts-Vorschlag würde Problem im Gegenteil verschärfen – Bundessparte will neue Personengruppen wie z.B. Frauen für Beruf gewinnen

Wien (OTS) - „Wir haben schon jetzt zu wenige Leute, die die Arbeit erledigen. Wer soll bei einer Reduktion der Arbeitszeit Herr und Frau Österreicher mit den Gütern des täglichen Bedarfs versorgen?“, fragt sich Alexander Klacska, Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Er erteilt damit dem Gewerkschafts-Vorschlag, den Beruf des Lkw-Lenkers durch eine Arbeitszeitreduktion für junge Leute attraktiver zu machen, eine Absage. „Es ist Tatsache, dass wir einen gravierenden Lenker-Mangel haben und dass sich dieser aufgrund der demografischen Entwicklung in den nächsten Jahren noch verstärken wird. Doch eine Arbeitszeitreduktion wäre genau der falsche Weg. Eine solche Maßnahme würde das Problem im Gegenteil verschärfen“, stellt Klacska klar.

Vielmehr geht es darum, neue Zielgruppen anzusprechen. Unter anderem will der Bundesspartenobmann mehr Frauen für den Lenkerberuf gewinnen. „Der überwiegende Teil unserer Fahrten findet in einem Umkreis von unter 50 Kilometern statt. Das heißt, Lkw-Lenker und -Lenkerinnen haben einen geregelten Arbeitstag und einen durchaus familienfreundlichen Job“, betont Klacska.

Lkw-Führerschein soll bereits mit 17 Jahren möglich sein

Zusätzlich soll Aus- und Weiterbildung forciert werden und der Beruf auch Umsteigern schmackhaft gemacht werden. Aber auch die Möglichkeit, den Lkw-Führerschein mit 17 machen zu können, wäre eine wichtige Maßnahme gegen den Personalmangel. Konkret fordert Klacska, dass junge Leute ab 16 Jahren zuerst 30 Fahrstunden in der Fahrschule und danach 30.000 Kilometer mit einer entsprechend ausgebildeten Begleitung im Lkw absolvieren können. Mit 17 Jahren sollen sie dann den Lkw-Führerschein machen dürfen – so wie es das seit 2003 beim Pkw-Führerschein gibt. Klacska: „Um den Facharbeitermangel zu bekämpfen, müssen wir die jungen Leute möglichst früh erreichen, nämlich am besten dann, wenn sie sich für einen Lehrberuf entscheiden. Deshalb wollen wir das Modell Lkw-17 in jedem Fall diskutieren und ausprobieren.“ (PWK428/DFS)

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