Zum Inhalt springen

Neue Aufdeckung: VGT veröffentlicht Film aus Schweinefabriken zweier OÖ ÖVP-Funktionäre

Vollspaltenboden ohne Stroheinstreu in OÖ: grauenhafte Zustände, völlig verkotete Böden, geschwollene Gelenke, entzündete Augen, abgebissene Schwänze und ständiger Husten

Wien (OTS) - Wer sich fragt, warum die ÖVP den Schweinen Stroh verweigert, bekommt jetzt die Antwort: ÖVP-Funktionäre aus OÖ selbst haben Vollspaltenboden-Schweinefabriken ohne Stroheinstreu mit grauenhaften Zuständen. Neues Video- und Fotomaterial aus den Betrieben von Peter Gumpinger, ÖVP-Bauernbund Bezirksobmann Schärding, und von Markus Brandmayr, Landwirtschaftskammerrat für den ÖVP-Bauernbund im Bezirk Wels-Land, zeigt Schweine mit geschwollenen Gelenken auf völlig verkoteten Böden, mit schwerst entzündeten Augen, mit abgebissenen Schwänzen, mit Nabelbrüchen und mit ständigem Husten. Ein weiterer Beweis, wie schwer die Schweine auf Vollspaltenboden leiden. Und die ÖVP, aus deren Reihen die Betreiber dieser Schweinefabriken kommen, will diese Zustände nicht gesetzlich verbieten und das so wichtige Stroh nicht verpflichtend vorschreiben. Kein Wunder, weil sich ja dann die Funktionäre dieser Partei selbst einschränken müssten!

Das brandneue Video zu den beiden OÖ-Betrieben: Schweine-Leid beim Bauernbund OÖ

Die Schweinefabrik von Peter Gumpinger ist mit dem AMA Gütesiegel für Schweinemast ausgezeichnet. Auf der Webseite für die Direktvermarktung des Schweinefleischs wird von „Topqualität“ und „hochqualitative Produkte“ schwadroniert. Fotos aus dem Betrieb finden sich dort wohlweislich nicht, weil sich die Kundschaft dann übergeben müsste. Markus Brandmayr betreibt neben der Vollspaltenboden-Mast auch eine Schweinezucht mit Kastenständen und Ferkeln auf Vollspaltenboden. In den Medien meint er „wir Jungbauern sind sehr modern und fortschrittlich“. Wenn so der Fortschritt ausschaut, dann ist es Zeit für einen Schritt zurück, weg von der industrialisierten Massentierhaltung hin zu einfachen Formen auf Naturboden mit tiefer Stroheinstreu.

VGT-Obmann Martin Balluch dazu: „Die ÖVP ist die Tierfabrikspartei schlechthin! Die Filmaufnahmen aus diesen beiden Betrieben sind schwer zu verdauen. Wenn ÖVP-Funktionär Gumpinger das als ‚Topqualität‘ bezeichnet und ÖVP-Funktionär Brandmayr als einen ‚Fortschritt‘, dann beweist das nur, dass ein gesetzliches Verbot unumgänglich ist. Menschen, wie diese beiden, sind offensichtlich blind gegenüber Tierleid. Ich habe erst gestern wieder den Strohschweine-Betrieb der Brüder Hubmann in Loipersdorf besucht. Ohne Subventionen und ohne Investitionsförderung wurde dort auf einfachste Weise eine Schweinehaltung im Freien mit Tiefstroh verwirklicht, die im laufenden Betrieb lediglich 10-20 % teurer ist. Da würden die Begriffe ‚Topqualität‘ und ‚Fortschritt‘ viel besser passen. Was die beiden ÖVP-Funktionäre betreiben, ist dagegen schlichtweg Tierquälerei.“

Der VGT protestiert heute vor den beiden Betrieben und vor der Zentrale des OÖ Bauernbundes.

Fotos
honorarfrei (Copyright: VGT.at)

Rückfragen & Kontakt:

VGT - Verein gegen Tierfabriken
DDr. Martin Balluch
Kampagnenleitung
01 929 14 98
medien@vgt.at
http://vgt.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VGT0001