Zum Inhalt springen

Schallmeiner/Grüne zum Welttag der Suizidprävention: Prävention statt Schweigen

Wien (OTS) - Der Gesundheitssprecher der Grünen, Ralph Schallmeiner, meldet sich am Welttag der Suizid-Prävention mit einem klaren Appell zu Wort: „Eingedenk der laut Beratungsstellen durch die die Pandemie stark gestiegenen psychischen Erkrankungen, die sich mitunter durch Selbstmord-Absichten äußern, benötigen wir einen offenen Diskurs zu diesem Thema. Allzu gerne werden Selbstmordgedanken gesellschaftlich abgetan und nicht selten werden die zugrundeliegenden Probleme, die Menschen in den Selbstmord treiben, ignoriert.“

Ein besonderes Anliegen ist in diesem Zusammenhang das Projekt "Psychotherapie auf Krankenschein". Dazu sagt Schallmeiner: "Ja, wir werden dafür sorgen, dass alle die Hilfe brauchen, auch Hilfe bekommen. Die Verhandlungen mit den Vertreter*innen der unterschiedlichen betroffenen Berufsgruppen sind komplex, aber weit fortgeschritten." Auch am Ausbau der verfügbaren Therapieplätze werde gearbeitet, hier braucht es aber alle Berufsgruppen an Bord.

Mindestens ebenso wichtig ist Schallmeiner das verstärkte Abzielen auf gesellschaftliche Gruppen, die bislang noch wenig erfasst wurden: Etwa Männer, ältere Menschen oder Menschen mit Migrationshintergrund. "Niemand muss sich für eine psychische Erkrankung schämen, das muss auch in die Köpfe der Menschen hinein", hält der Gesundheitssprecher fest und ergänzt: "Die Politik muss die Rahmenbedingungen schaffen, aber die Akzeptanz psychischer Krisen und Krankheiten muss in der ganzen Gesellschaft verankert werden."

Der Welttag zur Suizidprävention wird seit 2003 jährlich von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit zahlreichen Veranstaltungen begangen. Weltweit nehmen sich jährlich etwa 800.000 Menschen das Leben; allein über 1.000 davon in Österreich.

Rückfragen & Kontakt:

Grüner Klub im Parlament
+43-1 40110-6697
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0003