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SPÖ-Vorderwinkler zu Schulabmeldungen: Faßmann hat großen Handlungsbedarf

Chaos beseitigen, verlässliche Corona-Maßnahmen, offene Schulen – Rechtsanspruch auf Ganztagsschulen umsetzen

Wien (OTS/SK) - Die steigende Zahl an Schulabmeldungen schulpflichtiger Kinder als „Welle, die kommt und geht“ abzutun, wertet die SPÖ-Bildungssprecherin Petra Vorderwinkler als „höchst verantwortungsloses Verhalten“ des zuständigen Ministers. „Die Zahlen sind vielmehr alarmierend und zeigen, dass viele Eltern offensichtlich das Vertrauen in das österreichische Schulsystem verloren haben. Das sollte uns allen zu denken geben!“, so Vorderwinkler in Reaktion auf die heutigen Aussagen von Minister Faßmann. ****

„Statt zu beschwichtigen, hat Faßmann großen Handlungsbedarf. Es ist seine Aufgabe, endlich das Chaos an den Schulen zu beseitigen, für einen sicheren Präsenzunterricht und Verlässlichkeit bei den Corona-Maßnahmen zu sorgen. Und vor allem alles dafür zu tun, dass die Schulen offenbleiben“, bekräftigt die SPÖ-Bildungssprecherin, die davon überzeugt ist, dass Schulabmeldungen für die Kinder nicht förderlich sind. „Schule ist nicht nur ein Ort zum Lernen, sondern genauso ein Ort für Freundschaften und den Austausch mit Gleichaltrigen. Corona hat mehr als verdeutlicht: Kinder brauchen für ihre positive Entwicklung soziale Kontakte!“, so Vorderwinkler.

Die SPÖ-Bildungssprecherin plädiert in diesem Zusammengang für eine Gesamtreform des Systems. Expert*innen seien sich, so Vorderwinkler, längst darüber einig, zumal das Gesetz zur Unterrichtspflicht aus dem Jahr 1867 und somit alles andere als zeitgemäß sei. „Ich messe eine Reform an diesem einem Parameter: Nützt sie unseren Kindern? Wenn es hierfür eine Verfassungsänderung braucht und dementsprechende Vorschläge auf dem Tisch liegen, wäre die SPÖ jedenfalls gesprächsbereit. Ziel muss sein, den Eltern das Vertrauen in die Schule zurückzugeben. Das bedeutet in erster Linie nicht mehr Pflichten, sondern auch mehr Rechte für Eltern und Schüler*innen. Denn auch hier sind Österreichs Schulen nicht mehr zeitgemäß“, erklärt die SPÖ-Sprecherin, die diesbezüglich die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Halbtagsschulen oder mangelnde Ferienbetreuung ins Treffen führt.

„Wir brauchen den Ausbau ganztägiger Schulformen und einen Rechtsanspruch für Eltern auf ein entsprechendes Angebot in Wohnortnähe“, erinnert Vorderwinkler an die Bedürfnisse der Kinder und Eltern und die entsprechenden Forderungen der SPÖ. „Deutschland wäre in diesem Bereich ein gutes Vorbild für Minister Faßmann und die österreichische Regierung, denn der Deutsche Bundestag hat gestern genau diesen Rechtsanspruch auf einen ganztägigen Schulplatz für Volksschulkinder beschlossen. Auch den österreichischen Kindern und Eltern sollte so ein Anspruch zustehen. Doch leider stagnieren die entsprechenden Pläne, die noch unter der damals SPÖ-geführten Regierung beschlossen wurden, seitdem Türkis am Ruder ist“, bedauert Vorderwinkler. (Schluss) sr/sc

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