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PVÖ-Präsident Kostelka: Altersarmut bekämpfen, Kaufkraft sichern! 3,6 Prozent Anpassung für Kleinst-Pensionen, mind. 1,8 Prozent für alle

PVÖ-Sozialkonferenz - PVÖ will Pensionistenpreis-Index als Basis für künftige Pensionsanpassungen

Wien (OTS) - Bei der heute stattfindenden Sozialkonferenz des Pensionistenverbandes Österreichs (PVÖ) in Wien forderte der Präsident des PVÖ, Dr. Peter Kostelka in seiner Rede vor rund 120 Sozialexpertinnen und -Experten aus ganz Österreich, dass die kommende Pensionsanpassung zwei Faktoren erfüllen müsse: Die Sicherung der Kaufkraft aller Pensionistinnen und Pensionisten und die Bekämpfung der Altersarmut. „Für uns ist es glasklar: Die gesetzliche Anpassung laut §108 aus dem ASVG muss umgesetzt werden. Allen Pensionistinnen und Pensionisten muss die Teuerung mit 1,8 Prozent abgegolten werden. Die Pensionsversicherung ist aber auch eine Sozialversicherung und muss sich daher auch der sozialen Komponente widmen“, so Kostelka, der klarstellt: „Es ist eine Schade, dass es in unserem Pensionssystem immer noch Pensionen gibt, die unter der Armutsschwelle liegen. Wir fordern daher, dass kleinste und kleine Pensionen bis zur Armutsgrenze um das Doppelte der Inflation – um 3,6 Prozent erhöht werden. Darüber soll es eine Einschleif-Regelung geben: linear absinkend auf 1,8 Prozent!“ ****

„Wir fordern Pensionen, von denen man auch tatsächlich leben kann“, so Kostelka, der sich hier für eine „grundlegende Systemdiskussion“ ausspricht. Denn die derzeitige Abgeltung der Inflation ist nicht dafür geeignet den tatsächlichen Kaufkraftverlust abzudecken. Wir wollen, dass ein Pensionistenpreis-Index geschaffen wird. Dieser soll dann den tatsächlichen Kaufkraftverlust der älteren Generation abbilden. Aber die Basis für die Berechnung von künftigen Pensionsanpassungen muss noch breiter sein: Mit dem Eintritt in die Pension darf der allgemeine Wohlstandszug nicht verlassen werden. Deshalb darf auf Sicht die bloße Abgeltung der Inflation nicht die einzige Komponente zur Berechnung der Pensionsanpassung sein. Es muss für eine faire Pensionsanpassung auch die Wohlstands-Entwicklung insgesamt zu Grunde gelegt werden. Davon dürfen die Pensionistinnen und Pensionisten nicht ausgeschlossen sein.

Zwtl.: Pflegereform muss endlich umgesetzt werden! Menschenwürdige Pflege ist die Aufgabe des Staates

„Es ist eine Schande!“, betont PVÖ-Präsident Kostelka. „Eine Schande, dass vor über 4 Jahren vollmundig von der Regierung ‚das Jahr der Pflege‘ ausgerufen wurde, aber immer noch nichts passiert ist!“. Denn das Thema Pflege sei eines der drängendsten Probleme unserer Gesellschaft. „Der Pensionistenverband fordert daher, dass die Regierung hier endlich ihrer Aufgabe nachkommt. Wir fordern, das Recht auf Pflege in der Verfassung festzuschreiben“, so Kostelka. In einem ersten Schritt muss jetzt umgehend die Ausbildung von Pflegekräften forciert werden um den drohenden extremen Personalmangel verhindern zu können. Weiters fordert der Pensionistenverband u.a. Servicestellen in allen Gemeinden zur Unterstützung von pflegenden Angehörigen und bundesweit einheitliche Qualitäts-Standards bei Pflege und Betreuung. „Wir haben keine Zeit mehr zu verlieren! Pflege ist die Aufgabe des Staates und keine Almosen“, so Kostelka abschließend.

Service: Der Pensionistenverband Österreichs hat ein umfassendes Pflege-Konzept erstellt, das auch schon der Regierung vorgelegt wurde. Dieses findet sich online unter https://pvoe.at/sites/migrate.pvoe.at/files/pvoe-pflegekonzept_version_sept_2021_0.pdf

Rückfragen & Kontakt:

Pensionistenverband Österreichs
Andreas Wohlmuth
Generalsekretär
0664 48 36 138

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