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Blümel: Positive Stimmung bei heimischer Wirtschaft und Unternehmen – Ratenzahlungsmodell bewährt sich

Konjunktur laut WIFO 1,3% über Vorkrisenniveau, 32.000 Unternehmen beantragen Covid-19- Ratenzahlungsmodell für Steuerstundungen

Wien (OTS) - „Die positive Dynamik der vergangenen Monate setzt sich fort. Durch die Öffnungsschritte haben sich alle Sektoren stark erholt. Aktuell liegt die österreichische Wirtschaftsentwicklung 1,3 Prozent über dem Vorkrisenniveau und 5,1 Prozent über der Vorjahreswoche. Diese Zahlen decken sich mit der Erwartungshaltung der Wirtschaft und der verbesserten Stimmung in allen Sektoren, insbesondere im Bau und im Industriebereich, aber auch im Tourismus“, so Finanzminister Gernot Blümel angesichts des aktuellen Konjunkturklima-Barometer des Wifo. Die Daten des WIFO-Konjunkturtests, der die aktuelle Stimmung und Erwartungshaltung in Unternehmen misst, zeigt im Sommer mit +22 Punkten nach wie vor ein hohes Niveau. Nach der raschen Erholung im Bau und in der Industrie zeigen die Daten zuletzt auch im Dienstleistungsbereich eine bessere Stimmung. „Unsere Maßnahmen ermöglichen einen raschen wirtschaftlichen Aufschwung. Gleichzeitig helfen wir den am stärksten betroffenen Branchen, wie beispielsweise Reiseveranstaltern, der Nachtgastronomie oder der Stadthotellerie auch weiterhin und stellen Liquidität zur Verfügung.“

Besonders die Zahlungserleichterungen der Finanzverwaltung wurden seit Beginn der Pandemie stark angenommen. Insgesamt wurden seitens der Finanzverwaltung knapp 5,6 Mrd. Euro gestundet oder herabgesetzt. Durch die rasche wirtschaftliche Erholung im 2. Quartal 2021 konnten mit Ende Juni die Stundungen aufgehoben werden. Zur Abfederung der am härtesten getroffenen Unternehmen wurde das COVID-19 Ratenzahlungsmodell geschaffen. Unternehmen konnten hier ein speziell entwickeltes Modell in Anspruch nehmen, das ihnen eine Rückzahlung ihrer ausständigen Rückstände bis längstens Ende Juni 2024 ermöglicht. „Das COVID-19-Ratenzahlungsmodell wurde von rund 32.000 Unternehmen beantragt. Laut aktuellen Schätzungen von Wirtschaftsforschern sind das genau die 10 Prozent der Unternehmen, die durch die COVID-19 bedingte Wirtschaftskrise erhebliche Liquiditätsschwierigkeiten hatten und haben“, so Blümel.

Von den insgesamt 2,2 Mrd. Euro, die in Ratenzahlungsmodellen und anderen Zahlungserleichterungen abgewickelt werden, entfallen rund 1,7 Mrd. Euro auf das COVID-19 Ratenzahlungsmodell. „Hier haben wir eine kulante Lösung für alle betroffenen Steuerzahlenden, Unternehmen und Privatpersonen gefunden“, so Finanzminister Blümel.

Betreffend den Rückstand, den die Steuerpflichtigen am Tag der Bewilligung des Ratenzahlungsmodells hatten, ist die kleinteilige österreichische Unternehmenslandschaft abgebildet: Über 30 Prozent der Ratenzahlungsansuchen wickeln einen Betrag von 500 bis 5.000 Euro ab. Über 20 Prozent der Ratenzahlungsansuchen betreffen Beträge zwischen 10.000 und 30.000 Euro. Knapp über 10 Prozent der Steuerpflichtigen zahlen einen Betrag von 50.000 Euro in Raten zurück.

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