Jetzt: 2 Schweine aus größter Bgld Vollspalten-Tierfabrik befreit, vor Ort in Gehege

Die Schweine sehen erstmals im Leben, dass es eine Welt außerhalb der Fabriksmauern gibt, wie es ist, in der Erde zu wühlen, im Stroh zu liegen, den Regen zu spüren.

Es war für mich trotz meiner langen Erfahrung unglaublich zu sehen, wie begeistert diese Tiere ihre neue Umgebung erkunden. Wie sie, kaum haben sie erstmals Stroh gesehen, sofort daran gerissen, es gekaut und sich hinein gelegt haben. Leider regnet es in Strömen und es herrscht starker Wind, obwohl es sehr warm ist. Aber auch das begeistert die Schweine. Den Regen zu spüren ist ein Privileg, das man erst zu schätzen lernt, wenn man ihn nie zu spüren bekommt. Der Unterschied zwischen Tierfabrik und Leben heraußen ist wie Tag und Nacht. Der Gegensatz hier könnte nicht größer sein, obwohl die Schweine innen und außen nur wenige Meter voneinander entfernt sind.
DDr. Martin Balluch

Wien (OTS) - Es reicht. Woche für Woche werden vom VGT die erschreckenden Zustände in Österreichs Vollspaltenboden-Schweinefabriken aufgedeckt, aber die ÖVP-Landwirtschaftsministerin Köstinger verhindert jeden gesetzlichen Fortschritt, verweigert den Schweinen Stroh. Deshalb haben heute früh einige Personen zwei Schweine aus der größten Vollspaltenboden-Schweinefabrik des Burgenlandes in Pöttelsdorf bei Mattersburg befreit. Vor der riesigen Fabrikshalle mit fast 3.000 Tieren wurde von zwei Dutzend Tierschützer:innen ein Freigehege aufgebaut. Die Schweine sehen zum ersten Mal, dass es eine Welt außerhalb der Fabriksmauern gibt. Sie stehen erstmals in ihrem Leben auf einem weichen Naturboden, statt auf scharfkantigen Betonspalten. Sie riechen die frische Luft, sie spüren den Regen, sie wühlen im Boden, sie rupfen das Gras aus und sie essen erstmals frisches Obst und Gemüse. Der VGT hat aktuelle Fotos und Filme aus dieser Schweinefabrik und erstattet Anzeige wegen Tierquälerei. Er fordert, dass es eine Kontrolle der zuständigen Amtstierärzt:innen geben muss. Und der Verein bietet an, die beiden befreiten Schweine zu übernehmen. Die Tierrettung ist bereit die Tiere abzuholen und in einem Lebenshof unterzubringen. Der Landwirt hat dagegen gedroht, die Tiere töten zu wollen.

VGT-Obmann Martin Balluch ist vor Ort: „Es war für mich trotz meiner langen Erfahrung unglaublich zu sehen, wie begeistert diese Tiere ihre neue Umgebung erkunden. Wie sie, kaum haben sie erstmals Stroh gesehen, sofort daran gerissen, es gekaut und sich hinein gelegt haben. Leider regnet es in Strömen und es herrscht starker Wind, obwohl es sehr warm ist. Aber auch das begeistert die Schweine. Den Regen zu spüren ist ein Privileg, das man erst zu schätzen lernt, wenn man ihn nie zu spüren bekommt. Der Unterschied zwischen Tierfabrik und Leben heraußen ist wie Tag und Nacht. Der Gegensatz hier könnte nicht größer sein, obwohl die Schweine innen und außen nur wenige Meter voneinander entfernt sind.

Vollspaltenbodenhaltung von Schweinen beenden!
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