FPÖ – Ecker zu Frauenpensionen: Runder Tisch ist längst überfällig!

AK, Politik und Vertreter der betroffenen Berufsgruppen sollen Ursachen eruieren und rasch Maßnahmen erarbeiten

Wien (OTS) - Klare Worte findet FPÖ-Frauen- und Seniorensprecherin NAbg. Rosa Ecker, MBA zum Umstand, dass viele Frauen nicht direkt aus dem Beruf in die Pension gehen. „Wir müssen umgehend dafür Sorge tragen, einen durch große Lücken an Versicherungszeiten drohenden Anstieg der Altersarmut zu verhindern“, forderte Ecker aus diesem Grund einen Runden Tisch ein. „Vertreter der Arbeiterkammer, die politischen Vertreter und vor allem die Vertreter der betroffenen Berufsgruppen, wie etwa Pflege und Gesundheitsberufe müssen die Ursachen eruieren. Es gilt nun rasch, gemeinsam Maßnahmen zur Lösung der Situation zu erarbeiten und dann natürlich auch in Folge zu beschließen und umzusetzen.“

Grundsätzlich seien die jüngsten AK-Erkenntnisse in punkto Frauenpensionen nicht verwunderlich. „Immer wieder treffe ich auf Frauen, die auf ihre entsprechenden Probleme aktiv hinweisen. Spannend finde ich aber, dass die Experten der Arbeiterkammer offenbar das Ohr nicht bei den Menschen vor Ort haben, sondern dafür eine Studie nötig ist, damit auch die Arbeiterkammer, die ja bekanntlich in Österreich die Interessen der Arbeitnehmer vertritt, auch auf die Problematik aufmerksam wird“, so Ecker.

Es sei allgemein bekannt, dass längere Zeiten der Einzahlung ins Pensionssystem in Folge bessere Pensionen bedeuten. „Genau das brauchen Frauen unbedingt, um auch im wohlverdienten Ruhestand von der eigenen erarbeiteten Pension leben zu können – unabhängig davon, ob sie mit oder ohne Partner leben“, verwies Ecker darauf, dass dafür begleitende soziale Maßnahmen nötig sind, damit Frauen nicht mit noch mehr Pensionslücken zurechtkommen müssen. „Völlig unverständlich ist für mich, dass bis dato kein politischer Schulterschluss dazu möglich ist – leider auch nicht von den Frauensprecherinnen der im Parlament vertretenen Parteien.“

Konkret seien etwa bessere Arbeitsbedingungen gerade auch im Pflegebereich nötig. „Der Schutz gerade in den Niedriglohnbereichen muss ebenfalls ausgebaut werden. Und eine Aufwertung der Teilzeitarbeit auf Grund von Betreuungspflichten gegenüber Kindern und hinsichtlich pflegebedürftiger Angehöriger mit einer besseren Anrechnung sind überfällig. Denn die Pflege daheim von Angehörigen ist weiblich und der Staat muss abgelten, dass diese Frauen ihre Familienmitglieder in den eigenen vier Wände pflegen und betreuen. Sie nehmen dafür keine stationäre Einrichtung in Anspruch, sparen dem Staat damit Kosten, erhalten aber auf der anderen Seite keine Leistung dafür“, erinnerte Ecker daran, dass Frauen oftmals aus dem Berufsleben ausscheiden, weil sie sich um die Pflege von Angehörigen kümmern und das leider oftmals damit einhergeht, dass sie dafür keine Versicherungszeiten generieren können.

„Ein weiterer Aspekt ist, dass Frauen auch auf Grund jahrelanger Mehrfachbelastung körperlich und psychisch nicht mehr so belastbar sind. Das gilt für viele frauentypische Berufe, wie eben die Bereiche Pflege und Gesundheit“, mahnte Ecker rasch einen Runden Tisch ein. „Dabei müssen wir aber auch offen darüber reden, dass es im Bereich der Frauengesundheit auch genügend Möglichkeiten gebe, um Frauen zu unterstützen. Ein entsprechender Antrag der FPÖ für 30 Stunden Psychotherapie bundesweit ohne Selbstbehalt fand bislang leider keine Mehrheit."

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