Grüne Wien/Sequenz: Lobauautobahn bringt keine Entlastung der Südosttangente

Wien (OTS) - „Der ÖAMTC jongliert in geradezu abenteuerlicher Art und Weise mit den Zahlen aus dem Bericht der Expertengruppe zu den Auswirkungen der Lobauautobahn“, so Verkehrssprecherin Heidi Sequenz von den Grünen Wien.

Die Hauptergebnisse des Expertenberichts aus 2017 zeigen nämlich ein ganz anderes Ergebnis: Durch die Lobauautobahn würde die Südosttangente 2030 im Vergleich mit der Belastung von 2015 gar nicht entlastet werden (232.000 Autos/Tag als Spitzenwert). „Es kommt weiterer Autoverkehr hinzu: Durch den neuen Tunnel würden zusätzlich 73.000 Autos/Tag fahren - viele davon dann über die A4-Ostautobahn weiter ins Stadtzentrum, wo sie das Straßennetz weiter verstopfen würden“, so Sequenz.

Eine Entlastung der Tangente (auf 184.000 Autos täglich) könnte nur durch die vorgeschlagenen Begleitmaßnahmen erreicht werden. Als wichtigste Maßnahmen werden in dem Bericht die Einführung einer kleinräumigen Parkraumbewirtschaftung, der massive Ausbau des öffentlichen Verkehrs und die Beruhigung der Ortskerne in der Donaustadt.

Der zweite rechnerische Trick der Interessensvertretung besteht darin, dass von einer fiktiven Verkehrszunahme auf der Südosttangente von 29.000 Autos täglich ausgegangen wird. Diese Zahlen beruhen allerdings auf einer Prognose der damaligen Bevölkerungsentwicklung, die sich bald danach als viel zu hoch herausgestellt hat.

„Der ÖAMTC vergleicht hier Äpfel mit Birnen. Ich lade alle interessierten ein, sich die Studie in Ruhe selber durchzulesen. Für die meisten wird es kein Problem sein, zu erkennen, dass hier unzulässige Schlüsse gezogen wurden“, so Sequenz abschließend.

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