Schäden durch Extremwetter

Deckung aus Versicherungen für Haus- und Wohnungsbesitzer meist zu niedrig

  • Wer eine Eigenheim- und/oder Haushaltsversicherungen abschließt, prüft am besten zuerst, ob ein Basisschutz vorhanden ist. Meist sind dies NUR € 4.000. Man kann selbstverständlich eine erweiterte Naturkatastrophendeckung abschließen.
    ÖVM-Vorstand Alexander Gimborn
    1/2
  • Wie nach jeder derartigen Katastrophe werden wieder die Forderungen nach einer Pflichtversicherung laut. Aber gerade hier sind sich sowohl Politik als auch die Experten vieler Fachrichtungen uneins.
    Gerhard Veits, ÖVM-Vorstand und Vorsitzender der Österreichischen Versicherungsakademie
    2/2

Wien (OTS) - Die extremen Wetterbedingungen in den vergangenen Wochen in Österreich haben zu vielerlei Schadensfällen rund um Besitztümer geführt: Ob Haus, Garten oder Fahrzeuge – zahllose Unwetterschäden sind zu beklagen. Nicht immer kann man mit adäquatem Schadensausgleich durch Versicherungen rechnen ...

Denn bei Eigenheim- und/oder Haushaltsversicherung sind außergewöhnliche Naturereignisse nicht automatisch mitversichert! Dazu zählen Hochwasser, Überschwemmungen, Muren, Lawinen und Erdbeben.

Immer versichert hingegen sind Schäden durch erwartbare Naturgefahren wie Sturm, Hagel, Schneedruck, Steinschlag und Ähnliches.

Basisschutz nur 4.000 Euro – wenn überhaupt vorhanden

ÖVM-Vorstand Alexander Gimborn: „Wer eine Eigenheim- und/oder Haushaltsversicherungen abschließt, prüft am besten zuerst, ob ein Basisschutz vorhanden ist. Meist sind dies NUR € 4.000. Man kann selbstverständlich eine erweiterte Naturkatastrophendeckung abschließen.

Dies ist aber nur dann möglich, wenn der Besitz sich außerhalb eines Risikogebietes befindet und auch nur bis zu einem limitierten – oft viel zu niedrigen – Betrag.

Wer wissen will, wie risikobehaftet das Gebiet rund um die eignen Besitztümer ist, überprüft die Adresse unter https://www.hora.gv.at/

Ist eine Pflichtversicherung die Lösung?

Das nächste Hochwasser kommt bestimmt: Laut einer Studie des Instituts für Umweltstudien in Amsterdam wird sich das Risiko für extreme Überschwemmungen in Europa bis 2050 mehr als verdoppeln.

Dazu Gerhard Veits, ÖVM-Vorstand und Vorsitzender der Österreichischen Versicherungsakademie: „Wie nach jeder derartigen Katastrophe werden wieder die Forderungen nach einer Pflichtversicherung laut. Aber gerade hier sind sich sowohl Politik als auch die Experten vieler Fachrichtungen uneins.

Der Versicherungsverband Österreich verweist auf entsprechende Lösungen in Spanien, Norwegen, Schweden, Belgien oder der Schweiz. Auch für Österreich seien Konzepte in der Lade, um den Betroffenen bei Hochwasser, Vermurung, Sturm, Lawinen und Erdbeben einen Versicherungsschutz zu bieten.

Aber: Eine solche Pflichtversicherung würde auch jene Versicherungskunden mit einer Zusatzprämie belasten, die gar keinem Hochwasser-Risiko ausgesetzt sind. Andererseits könnten Personen, die von Katastrophen bedroht sind, eine erheblich bessere Versicherungsdeckung bekommen.

Rückfragen & Kontakt:

Ines Glatz-Deuretzbacher
november design & pr gmbh
a-1040 wien, taubstummengasse 13/2
mobile phone: +43 (699) 12213721
id@november-pr.at

Ulrike Menger, Generalsekretärin
a-1140 wien, gottfried-alber-gasse 5-6
+43 (1) 14169333-13
menger@oevm.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NDP0001