mumok: Personale der norwegischen Künstlerin Ane Mette Hol ab 8. Juli zu sehen

  • Die Frage nach Original und Kopie ist in der aktuellen Kunstproduktion allgegenwärtig – vor allem in Zeiten digitaler Medien, mit deren Hilfe blitzschnell per Mausklick identische Reproduktionen angefertigt werden können. In ihren Zeichnungen setzt Ane Mette Hol diesem Trend wochen- und monatelange Arbeitsprozesse und eine minutiöse Praxis entgegen
    Franz Thalmayr, Kurator der Ausstellung
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  • In ihren fein gearbeiteten Zeichnungen sowie ihren Installationen vermittelt Ane Mette Hol, wie lohnend ein achtsamer, zweiter Blick auf das scheinbar Nebensächliche sein kann. In ihrer neuen Ausstellung im mumok können Sehgewohnheiten über Bord geworfen und die Liebe zum Detail neu entdeckt werden. Prozesse, die in unserer schnelllebigen Zeit durchaus empfehlenswert sind
    Karola Kraus, Generaldirektorin des mumok
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Wien (OTS) - Ane Mette Hol (geb. 1979 in Bodø, aufgewachsen in Trondheim, lebt und arbeitet in Oslo, Norwegen) setzt sich mit Randphänomenen der Kunstproduktion auseinander. Bereits der Titel Im Werden (Arbeitstitel) verweist auf die Bedeutung des Arbeitsprozesses im Werk der Künstlerin. Indem sie ihren Blick auf Nebensächliches richtet, auf Gegenstände etwa, die während des Entstehungsprozesses von Kunst im Atelier abfallen, oder auf Spuren, die beim Ausstellungsaufbau im Raum übrigbleiben, schärft sie den Blick auf die künstlerischen Produktionsbedingungen.

Eine beiläufig am Boden abgelegte Packpapierrolle, die darauf hindeutet, dass der Ausstellungsraum erst kürzlich ausgemalt wurde – Flecken von Dispersionsfarbe und Staubreste inklusive; Farb- oder Graukarten, die in der Reproduktionsfotografie benutzt werden, um die Belichtung so einzurichten, dass die Abbildung dem abgebildeten Objekt so nah wie möglich kommt; linierte Notizhefte oder mit Zeichenstiften und sonstigen Bildklischees verzierte Skizzenblöcke, Papierstapel und Verpackungsmaterial: Bei genauer Betrachtung erweisen sich all diese unscheinbaren Materialien und Überreste als detailreiche, handwerklich perfekte Zeichnungen.

Die Frage nach Original und Kopie ist in der aktuellen Kunstproduktion allgegenwärtig ­– vor allem in Zeiten digitaler Medien, mit deren Hilfe blitzschnell per Mausklick identische Reproduktionen angefertigt werden können. In ihren Zeichnungen setzt Ane Mette Hol diesem Trend wochen- und monatelange Arbeitsprozesse und eine minutiöse Praxis entgegen.“, so Franz Thalmayr, Kurator der Ausstellung.

In ihren fein gearbeiteten Zeichnungen sowie ihren Installationen vermittelt Ane Mette Hol, wie lohnend ein achtsamer, zweiter Blick auf das scheinbar Nebensächliche sein kann. In ihrer neuen Ausstellung im mumok können Sehgewohnheiten über Bord geworfen und die Liebe zum Detail neu entdeckt werden. Prozesse, die in unserer schnelllebigen Zeit durchaus empfehlenswert sind“, so Karola Kraus, Generaldirektorin des mumok.

Dieses Projekt wurde durch das OCA – Office for Contemporary Art Norway gefördert.

Ane Mette Hol

Im Werden (Arbeitstitel)

8. Juli bis 10. Oktober 2021

Weitere Informationen finden Sie hier: www.mumok.at/de/ane-mette-hol-im-werden-arbeitstitel

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