Delta-Variante: Österreichische Ärztekammer ruft zu Vorsicht auf

„Wir befinden uns nach wie vor in einer entscheidenden Phase im Kampf gegen das Virus“, sagt ÖÄK-Präsident Szekeres: „Maßnahmen und Kontrollen müssen weiter sehr ernst genommen werden.“

Wien (OTS) - „Trotz der erfolgten Lockerungen dürfen wir nicht glauben, dass der Kampf gegen das Virus bereits gewonnen ist“, appelliert Thomas Szekeres, Präsident der Österreichischen Ärztekammer. Beim Blick auf die internationalen Entwicklungen sei deutlich sichtbar, dass die Delta-Variante absolut ernst zu nehmen sei. In Großbritannien und sogar im Impf-Vorzeigeland Israel würden die Infektionszahlen wieder deutlich steigen, in Australien und Portugal würden wieder Lockdowns angeordnet. „Das Virus wird sicher keinen Bogen um Österreich machen, sondern ist bereits auch bei uns angekommen. Der bevorstehende Urlaubsreiseverkehr wird das Problem zudem noch verschärfen“, so Szekeres.

„Es ist jetzt entscheidend, dass wir alle die aktuellen Maßnahmen und Kontrollen sehr ernst nehmen. Wir werden weiter die Masken brauchen und die 3G-Nachweise müssen streng und verlässlich kontrolliert werden. Wenn wir jetzt nicht aufpassen, werden die Infektionszahlen auch bei uns bald wieder steigen“, unterstreicht Szekeres. Größter Trumpf sei nach wie vor die COVID-Impfung. „Diesen Vorteil müssen wir nutzen. Gerade bei der Delta-Variante ist ein vollständig erfülltes Impfschema dringend erforderlich, um geschützt zu sein. Nehmen Sie daher unbedingt Ihre Impftermine wahr und vernachlässigen Sie nicht ihre Termine für den Zweitstich“, ruft Szekeres die Bevölkerung auf. Drei Millionen Menschen in Österreich seien noch ungeimpft, es gebe daher noch keinen Grund, sich in Sicherheit zu wähnen, so Szekeres.

Gefordert seien nun auch Bund und Länder: Diese müssten nun schneller impfen, ausreichend Impfstoffe für alle Menschen besorgen und bei ihren Impfstrategien stärker die niedergelassenen Ärzte einbeziehen. „Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte sind der Schlüssel, um die Menschen zu erreichen, die noch nicht geimpft sind. Ohne die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte werden wir keine Durchimpfungsrate erreichen, die uns alle schützt“, sagt Szekeres.

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