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Schmiedtbauer zur neuen GAP: "Guten Kompromiss erzielt"

"Die Gemeinsame EU-Agrarpolitik (GAP) wird grüner und bleibt wirtschaftlich" / Österreichs Umweltprogramme bleiben, Vorleistungen werden honoriert

Brüssel (OTS) - "Nach dem Verhandlungsmarathon haben wir am Ende einen guten Kompromiss erzielt: Die neue GAP sichert eine flächendeckende landwirtschaftliche Produktion in der Heimat ab. Dafür sorgen einerseits unsere bewährten Erfolgsrezepte in der Ländlichen Entwicklung, die wir erfolgreich verteidigen konnten - das Agrarumweltprogramm ÖPUL, die Ausgleichszulage für unsere Bergbäuerinnen und Bergbauern und Betriebe in anderen benachteiligten Gebieten, Förderungen für Investitionen und Jungbauern und einiges mehr. Andererseits bilden die Direktzahlungen der 1. Säule weiterhin einen enorm wichtigen Stabilitätsfaktor für unsere bäuerlichen Familienbetriebe. Mit dieser Paketlösung können wir unseren einzigartigen und nachhaltigen Weg in Österreich erfolgreich weiter in die Zukunft gehen. Die GAP wird grüner und bleibt dabei wirtschaftlich. Das ist entscheidend", sagt Simone Schmiedtbauer, Agrarsprecherin der ÖVP im Europaparlament, nach der Einigung auf die neue GAP für 2023-2027 im Gegenwert von 270 Milliarden Euro.

"Im Kuhhandel um die Ökoregelung haben wir uns auf 25 Prozent Zweckbindung für effektiven Klima- und Umweltschutz in der 1. Säule bei den Direktzahlungen geeinigt. Unsere Vorleistungen werden anerkannt und honoriert - unsere bewährten Maßnahmen der 2. Säule bleiben und werden belohnt. Wir machen Klima- und Umweltschutz mit Hausverstand: Wichtig ist, dass die geforderten Klima- und Umweltschutzleistungen erbracht werden, nicht aus welchem Fördertopf sie bestritten werden – also aus der 1. oder der 2. Säule", sagt Schmiedtbauer.

"Agrarpolitik in Österreich und im Rest Europas sind nicht immer das Gleiche. Die neue GAP wird nun auch im Rest Europas ein Stück weit fairer und orientiert sich stärker an den Bedürfnissen kleiner Strukturen. 10 Prozent der Agrar-Gelder der 1. Säule für die Direktzahlungen werden künftig umverteilt - mit Spielraum für die Bedürfnisse der EU-Länder. Damit soll Massenförderungen von Agrarriesen der Riegel vorgeschoben und bäuerlichen Familienbetrieben der Rücken gestärkt werden", schließt Schmiedtbauer.

Das Verhandlungsergebnis müssen die Mitgliedstaaten und das Europaparlament noch formell annehmen, was in den meisten Fällen eine reine Formalität ist. Die Landwirtschaftsminister debattieren das Ergebnis bereits bei ihrem Treffen am kommenden Montag.

Rückfragen & Kontakt:

Simone Schmiedtbauer MEP, +32-2-28-45568
simone.schiedtbauer@europarl.europa.eu
Wolfgang Tucek, +32-484-121-431
wolfgang.tucek@europarl.europa.eu

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