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SPÖ-Bundesfrauenkonferenz (2) – Rendi-Wagner: „Die Frauen in Österreich können sich auf uns verlassen!“

Großer Dank an die bisherige Frauenvorsitzende Heinisch-Hosek – Braucht gerade jetzt starke SPÖ und starke SPÖ-Frauen - Kampf für Heldinnen der Krise und mehr Gewaltschutz

Wien (OTS/SK) - In ihren Grußworten bei der SPÖ-Bundesfrauenkonferenz unter dem Motto „Kraftfrauen. Selbstbestimmt und unbeugsam.“ hat SPÖ-Bundesparteivorsitzende, Klubobfrau Dr.in Pamela Rendi-Wagner heute, Freitag, die Bedeutung und Stärke der SPÖ-Frauen betont: „Diese volle Messehalle macht Mut, sie steht für ein großes ‚Wir‘: Dieses ‚Wir‘ sind die starken, unbeugsamen und selbstbestimmten Frauen der Sozialdemokratie.“ Corona habe die Situation für Frauen in Österreich verschlechtert, die Folgen seien dramatisch. „Deswegen braucht es gerade jetzt eine starke SPÖ und eine starke SPÖ-Frauenorganisation. Denn jetzt müssen wir die Weichen für die Zukunft stellen!“ Rendi-Wagner würdigte die Meilensteine der bisherigen Frauenvorsitzenden Gabi Heinisch-Hosek: „Du hast dein ganzes bisheriges Leben in den Dienst der Chancengerechtigkeit und der Frauen in unserem Land gestellt. Für deinen Einsatz, dein Feuer, deine Liebenswürdigkeit und deine Leidenschaft darf ich dir im Namen der Sozialdemokratie unseren großen Dank aussprechen!“ Auf die neue Vorsitzende, die heute gewählt wird, warten viele Herausforderungen. „Kämpfen wir gemeinsam, unbeugsam und selbstbestimmt für ein geschlechtergerechtes Österreich!“ ****

Ohne die vielen Vorkämpferinnen wäre es nicht möglich gewesen, erste SPÖ-Vorsitzende zu werden, so Rendi-Wagner. Dazu gehöre auch Gabi Heinisch-Hosek. „Nach zwölf Jahren gibst du heute den Vorsitz an der Spitze der wunderbaren SPÖ-Frauenorganisation ab. Auf deine Meilensteine – von der Frauenquote in staatsnahen Betrieben und den Papa-Monat über die Lohntransparenz bis hin zur Eingetragenen Partnerschaft – sind wir stolz. Du krempelst die Ärmel hoch und kümmerst dich um die Frauen im ganzen Land – vom Neusiedler See bis zum Bodensee!“ Heute wird aus drei Kandidatinnen die neue Frauenvorsitzende gewählt. „Das zeigt, dass wir viele starke Frauen in unseren Reihen haben, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen!“

Die Pandemie habe gezeigt, wer unser Land privat und öffentlich verlässlich am Laufen hält. „Es sind die Frauen, die diesen Sozialstaat auf ihren Schultern tragen, die die Seele des Sozialstaates sind.“ Österreich könnte viele öffentliche Leistungen nicht erbringen, gäbe es diese Frauen nicht: im Gesundheitsbereich, in der Pflege, in der Behindertenbetreuung – die Heldinnen der Krise. „Mittlerweile ist das türkis-grüne Geklatsche verstummt, aber bessere Arbeitsbedingungen und mehr Gehalt gibt’s noch immer nicht. Wir müssen Arbeit und Leistung neu bewerten. Gerade jetzt.“ Es gehe um bessere finanzielle Unterstützung für Pflegekräfte und um mehr Personal zur Entlastung. „Deswegen braucht es eine Pflegeoffensive, die endlich beginnen muss! Die Regierung sollte hier schleunigst handeln und zeigen, wie viel wert ihr Klatschen war“, forderte die SPÖ-Chefin.

Auch die unbezahlte Arbeit, etwa in der Kindererziehung, bekomme viel zu wenig Anerkennung und Wertschätzung. Es sind vor allem Frauen, die diese Arbeit leisten und, um all das zu schaffen, in Teilzeit arbeiten. „Armut trotz Arbeit ist oft das Ergebnis, und Altersarmut traurige Realität. Unser Weg ist klar: Schluss mit Gehaltsunterschieden bei Männern und Frauen. Es braucht endlich gleichen Lohn für gleiche Arbeit! Und verteilen wir Haushalts- und Erziehungsarbeit endlich gleichberechtigt auf beide Elternteile. Verhindern wir Armut im Alter von tausenden Frauen in unserem Land!“

Soziale Sicherheit sei eng verbunden mit dem Schutz vor Gewalt. „Wir haben eine der traurigsten Bilanzen, was Frauenmorde betrifft. So darf es nicht weitergehen!“ Denn Gewalt gegen Frauen sei kein privates, sondern ein gesamtgesellschaftliches Problem. „Unser Druck hat bereits gewirkt, aber es braucht noch mehr Gewaltschutz und Präventionsarbeit, denn die Pandemie hat die Situation für die Frauen noch verschärft, Kinder sind oft mitbetroffen. Hier braucht es eine noch stärkere Antwort! Es gibt keine andere Partei, die hier unsere Glaubwürdigkeit hat. Auf die SPÖ können sich alle Frauen in unserem Land verlassen!“ (Schluss) bj/lp/mb

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