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Kasachstan bereit, seinen eigenen COVID-19 Impfstoff in andere Länder zu exportieren

Österreich (OTS) - Nur-Sultan – Laut dem kasachischen Präsidenten, Kassym-Schomart Tokajew, hat sich Kasachstan dazu bereiterklärt, seinen selbsthergestellten COVID-19-Impfstoff ins Ausland zu exportieren. Der in Kasachstan produzierte Impfstoff QazVac könnte somit schon bald auf der Liste der von der WHO zugelassenen Vakzine stehen.

Dank seiner wissenschaftlichen Kapazitäten ist Kasachstan eines der wenigen Länder auf der Welt, das in der Lage ist, seinen eigenen COVID-19-Impfstoff zu entwickeln und herzustellen, bekräftigte Präsident Toqajew bei einem Treffen des Foreign Investors Council.

Ende Mai sprach der kasachische Präsident mit Tedros Adhanom Ghebreyesus, dem Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation, im Rahmen einer Videokonferenz über Perspektiven einer engeren Zusammenarbeit zwischen dem Land und der WHO, wobei neben der Bekämpfung der Pandemie auch noch andere Themen im Mittelpunkt standen.

Der Impfstoff wurde vom kasachischen Forschungsinstitut für Biologische Sicherheitsfragen entwickelt und soll eine 96-prozentige Wirksamkeit in der zweiten Phase der klinischen Studie aufgewiesen haben. Nun läuft gerade die letzte Phase, welche im Juli dieses Jahres abgeschlossen werden soll. Die kasachischen Gesundheitsbehörden haben sich allerdings dazu entschlossen, bereits mit den Impfungen zu starten, wenn zumindest die 3.000 Teilnehmer umfassende Testphase III zur Hälfte abgeschlossen ist.

Letzte Woche berichtete das kasachische Forschungsinstitut für Biosafety zudem, dass die klinischen Testphasen für QazCoVac-P, dem zweiten kasachischen COVID-19-Vakzin, am 15. Juni begonnen haben. Zurzeit verwendet Kasachstan den russischen Impfstoff Sputnik V, das lokal hergestellte QazVac, sowie Chinas Sinopharm-Vakzin, welches in den Vereinigten Arabischen Emiraten unter dem Namen Hayat-Vax produziert wird. Nach Angaben des kasachischen Gesundheitsministeriums haben bereits knapp mehr als 2,5 Millionen Menschen zumindest die erste Dosis eines Impfstoffs erhalten.

Sollten die klinischen Tests des neuen Vakzins erfolgreich verlaufen, so kann QazCoVac-P den Weg zur Herdenimmunität gegenüber dem Coronavirus in Kasachstan stark beschleunigen. Gleichzeitig will das Land auch die globalen Bemühungen unterstützen, so viele Menschen wie möglich zu impfen, indem es einen Teil seiner selbstproduzierten Impfstoffe in andere Länder exportiert.

Rückfragen & Kontakt:

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Prinz Eugen Strasse 32, 1040 Wien
Tel.: 01 890800810

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