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Parlamentsschwerpunkt Ehrenamt: Fundraising Verband erinnert an Gemeinnützigkeit im Regierungsprogramm

Dachverband der Spendenorganisationen begrüßt Wertschätzung für 3,4 Mio. ehrenamtliche Helfer und weist auf die fehlende Umsetzung des Regierungsprogramms in puncto FW-Sektor hin.

  • Österreichs Freiwillige leisten tagtäglich Unglaubliches für unsere Gesellschaft. In den vergangenen eineinhalb Jahren haben sie zudem eine tragende Rolle im Kampf gegen die Auswirkungen der Corona-Krise eingenommen. Wir sind ihnen zu großem Dank verpflichtet
    Günther Lutschinger, Geschäftsführer Fundraising Verband Austria
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  • Die derzeitige Bundesregierung hat in ihrem Arbeitsprogramm 14 wichtige Punkte vorgesehen, um das Ehrenamt weiter auszubauen und die Rahmenbedingungen zu verbessern. Nach den großen Herausforderungen der Pandemie wird es nun höchste Zeit, diese Punkte auch tatsächlich umzusetzen. Immerhin werden die Nachwirkungen der Pandemie nur mithilfe des vielfältigen freiwilligen Engagements in unserem Land bewältigt werden können.
    Günther Lutschinger, Geschäftsführer Fundraising Verband Austria
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  • Das vom Parlament ausgerufene Schwerpunktjahr ‚Ehrenamt 2021‘ zeigt, dass die politische Wertschätzung gegenüber Österreichs ehrenamtlich Engagierten groß ist. Nun ist es wichtig, auch konkrete Maßnahmen zur Stärkung des Sektors folgen zu lassen
    Günther Lutschinger, Geschäftsführer Fundraising Verband Austria
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Wien (OTS) - 3,4 Mio. Österreicherinnen und Österreicher über 15 Jahre setzen sich in ihrer Freizeit für den guten Zweck ein. 14 Mio. ehrenamtliche Arbeitsstunden leisten sie jede Woche. Auch und vor allem während der Pandemie waren freiwillige Helfer eine unverzichtbare Stütze der Gesellschaft – in Organisationen und Vereinen ebenso wie in der Nachbarschaftshilfe bei der Versorgung von Menschen in Risikogruppen. Zur Stärkung des Freiwilligenwesens sieht das Programm der Bundesregierung mehr gemeinnützige Punkte denn je vor. Umgesetzt wurde davon de facto aber noch nichts. Der Fundraising Verband Austria sieht dringenden Handlungsbedarf.

Österreichs Freiwillige leisten tagtäglich Unglaubliches für unsere Gesellschaft. In den vergangenen eineinhalb Jahren haben sie zudem eine tragende Rolle im Kampf gegen die Auswirkungen der Corona-Krise eingenommen. Wir sind ihnen zu großem Dank verpflichtet
, betont Günther Lutschinger, Geschäftsführer Fundraising Verband Austria, und führt weiter aus: Die derzeitige Bundesregierung hat in ihrem Arbeitsprogramm 14 wichtige Punkte vorgesehen, um das Ehrenamt weiter auszubauen und die Rahmenbedingungen zu verbessern. Nach den großen Herausforderungen der Pandemie wird es nun höchste Zeit, diese Punkte auch tatsächlich umzusetzen. Immerhin werden die Nachwirkungen der Pandemie nur mithilfe des vielfältigen freiwilligen Engagements in unserem Land bewältigt werden können.

Regierungsprogramm: Wann kommen bessere Rahmenbedingungen?

Bis heute müssen viele Freiwillige teilweise ohne versicherungstechnische Absicherung arbeiten und Organisationen haben mit ausufernden bürokratischen Hürden zu kämpfen. Das aktuelle Regierungsprogramm sieht weitreichende Verbesserungen für den Freiwilligensektor vor, auf die Österreichs NPOs und ihre Freiwilligen warten. Dringend notwendig ist etwa die Entbürokratisierung des Gemeinnützigkeitsgesetzes sowie die angekündigte Errichtung einer Koordinations- und Servicestelle für Freiwillige, gemeinnützige Vereine, Stiftungen und soziale Unternehmen. Auch auf den Ausbau der Infrastruktur durch Freiwilligenzentren in jedem Bundesland, der Betrieb von digitalen Freiwilligenplattformen und vor allem die Bereitstellung einer einheitlichen Unfall- und Haftpflichtversicherung für alle ehrenamtlichen und freiwilligen Tätigkeiten in Österreich wartet der Sektor seit vielen Jahren vergeblich.

FVA begrüßt Ehrenamt-Schwerpunkt im Parlament

Während viele NPOs und ihre Freiwilligen in der Krise mit einem massiven Mehraufwand konfrontiert waren, mussten auch zahlreiche Vereine ihre Programme vorübergehend einstellen. Vor allem die Arbeit mit Freiwilligen hielt große Herausforderungen bereit, wie auch die Studie „Analyse der sozialen Lage in Österreich“ des Sozialministeriums zeigt. Demnach war die Freiwilligenarbeit in Organisationen der Bereich mit den größten Einschränkungen. Insbesondere auch Österreichs traditionell breite Blasmusik- und Chorszene wurde durch die über viele Monate weggefallenen Proben- und Auftrittsmöglichkeiten schwer getroffen. Die Bundesregierung ist umso mehr gefordert, jetzt in allen Freiwilligenbereichen rasch Akzente zu setzen. Das vom Parlament ausgerufene Schwerpunktjahr ‚Ehrenamt 2021‘ zeigt, dass die politische Wertschätzung gegenüber Österreichs ehrenamtlich Engagierten groß ist. Nun ist es wichtig, auch konkrete Maßnahmen zur Stärkung des Sektors folgen zu lassen, so Günther Lutschinger, der bei der heutigen Podiumsdiskussion „Freiwilliges Engagement als Fundament unserer Gesellschaft. Corona - Zäsur oder Chance?“ mit Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka in der Wiener Hofburg als Gesprächspartner zu Gast ist. Die Veranstaltung kann ab 18.00 Uhr über die Mediathek des Parlaments mitverfolgt werden.

Symposium zu betrieblichen Freiwilligenprogrammen

Corporate Volunteering beschreibt das Freiwilligenengagement von Unternehmen durch Mitarbeiter-Zeitspenden für ehrenamtliche Tätigkeiten. International wie national unterstützen immer mehr Wirtschaftsbetriebe gemeinnützige Anliegen auf diesem Weg. Am 22. Juni lädt der Fundraising Verband zum kostenlosen Online-Symposium Corporate Volunteering, um über die Kooperationsmöglichkeiten zwischen NPOs und Unternehmen zu informieren. Alle Infos unter www.fundraising.at

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband, T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at

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