Neue Formen der Begegnung an der Wyss Academy

Bern (ots) - Im Ausstellungs- und Begegnungsraum "Habitat" der Wyss Academy for Nature in Bern wird neu das Werk "Morphologien" präsentiert. Es erkundet den Moment des Staunens gegenüber der Natur, der Kunst und Wissenschaft gemeinsam ist. Gleichzeitig nimmt sich die Wyss Academy eines dringenden Themas an: In der Begegnung mit Menschen aus Forschung, Politik, Wirtschaft und Landbau auf vier Kontinenten werden im Rahmen der ersten Wyss Academy Dialogues praktikable Ansätze zu einem nachhaltigen Ernährungssystem diskutiert.

Morphologien: Eine Geschichte zweier Sonnen (Morphologies: A Tale of Two Suns)

Die Wyss Academy for Nature freut sich, den zweiten Essay in ihrer Reihe im Habitat, dem Ausstellungs-, Begegnungs- und Experimentierraum im Erdgeschoss an der Kochergasse 4 in Bern, zu eröffnen. Er wird noch bis Ende Juli zum Staunen einladen (Montag bis Freitag, durchgehend von 9 bis 17 Uhr).

Der Habitat-Raum der Wyss Academy zielt darauf ab, Erfahrungen zu ermöglichen, die die Idee erweitern, dass Natur und Kultur ein Kontinuum, wenn nicht sogar ein integratives Konzept sind. Das Habitat an der Wyss Academy ist ein Raum für Künstler*innen und für Innovatoren, die in denselben Kernbereichen wie die Stiftung arbeiten: sei es die Erhaltung der biologischen Vielfalt und des menschlichen Wohlergehens oder die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen. Andererseits lädt das Habitat zu Co-Design-Prozessen mit der breiteren Öffentlichkeit ein, zeigt die Projekte der Wyss Academy und regt die digitale Zusammenarbeit mit den Wyss Academy Hubs in Laos, Kenya, Peru und der Schweiz an.

"Morphologies - A Tale of Two Suns" erkundet jenen Moment des Staunens gegenüber der Natur, ihren Formen und Gegebenheiten, ihrer Schönheit und Fremdartigkeit, der zur Initialbewegung sowohl der Wissenschaft, als auch der Poetik und Kunst führen kann.

Staunen und Neugierde, das sich Wundern, Momente des Überraschtseins, Verzückung, Ergriffenheit und Dankbarkeit sind Erlebnisse, die in unserem Alltag selten vorkommen und die wir wahrscheinlich eher mit der Kindheit oder Mystik in Verbindung bringen, als mit unserem "erwachsenen" Verhältnis zur Natur. Sie sind aber gleichsam die Wurzeln der Wissenschaft und Kunst, der Forschung und der Poetik. Wenn wir unser Verhältnis zur Natur grundlegend ändern wollen, kann es sinnvoll sein, diese Wurzeln noch einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Die kleine Gruppenausstellung mit Werken von Badel/Sarbach, Donna Conlon, Mélanie Gugelmann, Elodie Pong und Andreas Züst spürt diesen Ursprüngen nach und versucht sie für unsere Gegenwart greifbar zu machen. Malerei, Fotografie, Skulptur und Video erzeugen eine vielstimmige Erzählung, die uns zuerst auf einen vermeintlich fremden Planeten entführt. Stellen wir uns doch kurz vor, wir wären eine Astronautin oder ein Astronaut, nach langem Kryo-Schlaf auf einem fremden Planeten erwachend. Wir verlassen blinzelnd die Raumkapsel und finden uns in einer Welt, die von zwei Sonnen beschienen wird. Alles ist anders, die Schattenwürfe und Lichtverhältnisse, die Pflanzen und Tiere, das Wetter. Es scheint, als ob es unsere Aufgabe sei, diese Welt zu erkunden und herauszufinden, ob wir Menschen in dieser Umwelt leben können.

Der Spaziergang im Wald, eine kurze Verschnaufpause auf einer Bank im Stadtpark, der Blick von unten in die lichtdurchfluteten Baumkronen, aber auch die Unordnung vor der Recyclingstelle, der künstliche Regenbogen der Autowaschanlage können Momente sein, die uns zu Astronautinnen und Astronauten auf Erkundungsmission werden lassen.

"Was möchtest Du in 50 Jahren auf Deinem Teller sehen?"

Mit ähnlich frischem Blick möchte die Wyss Academy for Nature Begegnungen zwischen Menschen ermöglichen, die sonst selten zusammen an einem Tisch sitzen - so auch zur Frage, wie Ernährungssysteme nachhaltig gestaltet werden können. In diesem Bereich sind neue Ansätze gefordert.

Im Rahmen des UN Food Systems Summit 2021 veranstaltet die Wyss Academy eine Reihe unabhängiger, regionsübergreifender Dialoge zwischen Menschen aus Landbau, Forschung, Politik und Wirtschaft. In den ersten Dialogen, am 25. Mai, diskutierten Vertreter dieser Bereiche aus Südostasien, Ostafrika, Südamerika und Europa über ihre Erfahrungen und Anliegen, um gemeinsam Ansätze für ein nachhaltigeres Ernährungssystem zu erörtern. Diese wurden durch Forschende der Wyss Academy ergänzt und werden am 15. Juli einer breiteren Anzahl globaler Interessensvertreter zur Diskussion vorgelegt. Am Ende soll eine Wyss Academy Declaration on Food Systems dem Ernährungs-Gipfel der Vereinten Nationen präsentiert werden.

Der Dialog zu diesen Themen soll sich möglichst breit gestalten. Eine Social Media Kampagne wird die Dialoge begleiten: "Was möchtest Du in 50 Jahren auf Deinem Teller sehen?" Mit dieser Frage sollen Menschen aus verschiedenen Kontexten eingeladen werden, Ideen und Gedanken zum Thema zukunftssichere Ernährung beizutragen.

Interessenten an der nächsten Runde der Wyss Academy Dialogues am 15. Juli können sich über den folgenden Link anmelden:

https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:6806624475073921024/

ÜBER DIE WYSS ACADEMY FOR NATURE

Die Wyss Academy for Nature an der Universität Bern ist ein Ort der Innovation, an dem Forschung, Wirtschaft, Politik und Gemeinschaften zusammenkommen, um gemeinsam Lösungen für eine nachhaltige Zukunft zu entwerfen. Die Mission der Wyss Academy ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse in die Tat umzusetzen. Sie kombiniert ehrgeizige, innovative Ziele mit einem transformativen Ansatz und wurde gegründet, um innovative, langfristige Wege zu entwickeln, die die Erhaltung der biologischen Vielfalt, das menschliche Wohlergehen und die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen in einer Vielzahl von Landschaften auf der ganzen Welt stärken und miteinander in Einklang bringen. Wir konzipieren und implementieren konkrete Projekte in einer Vielzahl von Regionen und Ländern. Diese globale Struktur erleichtert die Replikation von Erfolgen und Erkenntnissen. Die Wyss Academy for Nature betreibt derzeit Hubs in Zentraleuropa (Bern, Schweiz), Südostasien, Ostafrika und Südamerika.

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