Landwirtschaftsministerin Köstinger auf der Flucht: Tierschutz stellt Vollspaltenboden Frage

VGT-Obmann Balluch mit Presseausweis wurde heute aus einer Pressekonferenz der Ministerin ausgesperrt; danach flüchtete sie über die Tiefgarage

Wien (OTS) - Heute hielt Ministerin Köstinger im APA-Pressezentrum eine Pressekonferenz zum Thema „Urlaub am Bauernhof“ ab. VGT-Obmann Balluch wollte mit seinem Presseausweis daran teilnehmen, um kritische Fragen zu stellen. Gibt es Urlaub am Bauernhof auch bei Vollspaltenboden-Betrieben? Wenn nein, warum muss man diese Betriebe vor der Öffentlichkeit verstecken? Warum muss die Öffentlichkeit belogen werden, indem man ihr eine idyllische Tierhaltung vorgaukelt? Warum kann man nicht eine verpflichtende Strohhaltung für die Schweine vorschreiben? Dann könnte man ehrlich sein und bräuchte die Tierhaltung nicht mehr zu verstecken! Doch diesen Fragen wollte sich die Ministerin nicht stellen. Stattdessen möchte sie unbedarften Personen ihre Puten-Lüge auftischen, dass verbesserte Haltungsbedingungen zu einem Zusammenbruch der Putenproduktion in Österreich geführt hätten. Allerdings stimmt das nicht. Weder gab es bei Puten verbesserte Haltungsbedingungen, noch ist die Putenproduktion auch nur relevant zurück gegangen. „Kein Wunder, dass man kritische Tierschutzjournalist:innen von den Pressekonferenzen ausschließt“, meint Balluch dazu, „wenn man mit solchen Lügen operiert“.

Als die Pressekonferenz vorbei war, traf Ministerin Köstinger auf Balluch im Foyer. Sofort machte sie kehrt und versuchte per Lift durch die Tiefgarage zu flüchten. Dort begegnete sie allerdings Balluch erneut. Daraufhin schloss sie sich in ihrem Auto ein, machte alle Autoscheiben hermetisch zu und ließ sich ohne Antwort auf die drängenden Tierschutzfragen von ihrem Chauffeur so rasch wie möglich aus der Garage führen. Auf der Straße fand gleichzeitig eine Kundgebung gegen den Vollspaltenboden statt.

VGT-Obmann Balluch kommentiert: „Ich dachte, in einer Demokratie stehen die Verantwortlichen Rede und Antwort zu anstehenden politischen Problemen. Ich dachte, in einer Demokratie ist kritischer Journalismus erwünscht. Doch bei ÖVP-Ministerin Köstinger aus der Regierung Kurz gehen die Uhren ein bisschen anders, insbesondere, wenn es um Tierschutz geht. Da weiß man sehr genau, dass man gegen die Meinung des Großteils der Bevölkerung steht. Und statt daraus zu schließen, dass man eben die Tierschutzbestimmungen verbessern muss, zieht man es vor, die kritischen Fragen mit allen Mitteln von sich fern zu halten, um das eigene Tierfabriks-Klientel zu bedienen. Und das in Form eines richtig peinlichen Versteckspiels.“

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