Heide: EU muss finanzielles Fair Play beim Fußball stärken

SPÖ-EU-Abgeordneter unterstützt Forderung nach Beschränkung von Gehalts- und Transferzahlungen

Wien (OTS/SK) - „Die Fußball-EM steht dieses Jahr mit der Corona-Pandemie vor einer besonders großen Herausforderung. Aber neben den Sicherheitsrisiken und den strengen Hygienevorschriften in den Stadien trübt auch eine besorgniserregende Entwicklung die Fußball-Freude. Die überdimensionalen Summen bei Spielergehältern und Transferzahlungen sind nicht mehr zurechtfertigen. Die EU muss für finanzielles Fair Play im Profifußball sorgen“, sagt SPÖ-EU-Abgeordneter Hannes Heide. ****

Die Kluft zwischen Profibereich und Amateurebene, wo überwiegend ehrenamtlich gearbeitet wird und Corona besonders schwere Auswirkungen offenbart, werde immer größer, so Heide. Auch bei den großen Fußballklubs treibt der Einfluss von milliardenschweren Investments aus Katar oder den Vereinigten Arabischen Emiraten die Preise für Spieler und Trainer immer weiter nach oben. Vor allem die exorbitanten Beraterhonorare haben den überhitzten Markt in eine Schieflage gebracht.

„Von dieser Entwicklung profitieren nur die Geldgeber, aber Fußballkultur, Fans und auch der sportliche Wettbewerb leiden darunter“, so Hannes Heide, Mitglied im Kulturausschuss und mitverantwortlich für den Sport-Bericht des Europäischen Parlaments. „In Europa ist Fußball ein Kulturgut und mehr als nur Sport. Leider betrachten viele Investoren leidenschaftliche Fußballfans auf den Rängen nur mehr als Kulisse für ihre Marketingstrategie. Es ist Zeit, dass sich die europäische Politik einschaltet und gemeinsam mit den Verbänden an einer Begrenzung dieser finanziellen Auswüchse arbeitet. So können wir den Fußball wieder zu seinen ursprünglichen, sportlichen Wurzeln zurückzuführen.“ (Schluss) bj

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