Bundesjugendvertretung: Seit 20 Jahren laute Stimme für 3 Millionen Kinder und Jugendliche!

Lobby für Kinder und Jugendliche feiert Jubiläum und fordert mehr Jugendbeteiligung

Wien (OTS) - 2001 wurde die Bundesjugendvertretung (BJV) als Interessenvertretung aller Kinder und Jugendlichen in Österreich gesetzlich verankert. Zu ihrem 20-jährigen Jubiläum organisierte die BJV heute eine Medienaktion, bei der junge Menschen vor dem Bundeskanzleramt auf den Stellenwert der Interessenvertretung aufmerksam machten:

„Die BJV vertritt 3 Millionen Menschen unter 30 Jahren. Die Stimme von Kindern und Jugendlichen wird immer noch zu wenig gehört. Umso wichtiger ist es, dass es mit der BJV ein Sprachrohr für junge Menschen gibt, das ihre Anliegen aufgreift und gegenüber der Politik vertritt“, so BJV-Vorsitzender Sabir Ansari bei der heutigen Aktion. Die Teilnehmenden der Medienaktion bekräftigten: Eine starke Lobby für Kinder und Jugendliche ist wichtiger denn je.

Erfolge: Kinderrechte, Jugendschutz, Wahlaltersenkung

Seit 2001 hat die BJV die Umsetzung vieler ihrer Forderungen erreicht: Die Wahlaltersenkung auf 16 Jahre, die Verankerung der Kinderrechte in der Verfassung und die Vereinheitlichung des Jugendschutzes sind nur einige der Erfolge. Auch die Erarbeitung der Youth Goals mit jungen Menschen war ein wichtiger Meilenstein.

Jetzt gehe es darum, wichtige Grundsätze und Ziele wie die Kinderrechte oder die Youth Goals in der politischen Praxis umzusetzen. „Die Rechte von Kindern und Jugendlichen dürfen nicht nur auf dem Papier existieren, sondern müssen tagtäglich in der Politik eingehalten werden. Deshalb müssen ihre Anliegen gehört und junge Menschen in politische Prozesse einbezogen werden. Nur MIT jungen Menschen kann adäquate Politik FÜR junge Menschen gemacht werden“, betont Ansari.

Jugendbeteiligung ausbauen

In Sachen Mitbestimmung ist die österreichische Politik zwar auf einem guten Weg, es gibt aber noch viel zu tun, erklärt der Vorsitzende: „Unser Ziel für die nächsten Jahre ist es, dass junge Menschen bei zentralen politischen Entscheidungen ganz selbstverständlich mit am Tisch sitzen. Es gibt kaum Beschlüsse, die nicht auch das Leben von Kindern und Jugendlichen maßgeblich beeinflussen. Deswegen fordern wir, dass auch ihre Stimmen endlich mehr gehört werden.“

Massive Auswirkungen der Coronavirus-Krise

Klimapolitik, Armut, Arbeitsmarkt und psychische Gesundheit sind brennende Themen für Kinder und Jugendliche. „Die derzeitige Krise verlangt Kindern und Jugendlichen viel ab, jetzt muss die Regierung alles daran setzen, dass junge Menschen wieder Perspektiven haben. Die Herausforderungen für die nächsten Jahre sind nur zu bewältigen, wenn die Anliegen und Interessen unserer Generation einbezogen werden“, so Ansari abschließend.

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