Karas: Mikrobiome für Gesundheit und Green Deal nützen

EU-Ausschuss für Wissenschaft und Technologie (STOA) / "Bei der Erforschung der Mikrobiome stehen wir noch ziemlich am Anfang eines lohnenden Wegs"

Brüssel (OTS/ÖVP-PK) - "Wir können sie mit freiem Auge nicht sehen, doch ohne sie geht nichts. Jedes Leben und jeder Organismus, die Gesundheit von uns Menschen und der Natur hängt zu einem großen Teil von den Mikrobiomen ab. Sie sind unsere "winzig kleinen Freunde, die die Welt am Laufen halten". Je besser wir verstehen, wie die Symbiose von Mensch und Tier mit ihren Mikrobiomen funktioniert, desto eher können wir diese noch recht neuen Erkenntnisse zu unseren Gunsten nutzen - zum Schutz der Gesundheit von Mensch und Tier und der Natur. Das kann auch ein wichtiger Beitrag für die Erfüllung des Green Deals sein", sagt Othmar Karas, Vizepräsident des Europäischen Parlaments, zur heutigen Online-Veranstaltung des Ausschusses für Wissenschaft und Technologie (STOA), bei der er Co-Gastgeber ist.

Milliarden von Mikroorganismen – also Bakterien, Pilze und Viren – bilden bei Mensch und Tier das Mikrobiom. Es besiedelt Haut und Nasenhöhle genauso wie Darm und andere innere Organe und unterstützt maßgeblich Körperfunktionen wie die Verdauung und das Immunsystem. "Ihre Erforschung eröffnet uns ein ungeahntes Feld an Möglichkeiten - in der Medizin und zur Herstellung gesünderer Nahrungsmittel, Innovationen in der Landwirtschaft wie neuartige Bio-Pestizide für den Pflanzenschutz. Für die Kreislaufwirtschaft etwa winken umweltfreundliche Zersetzungs- und Recyclingsysteme und neue, nachhaltige Formen der Energiegewinnung. Wir stehen in der Erforschung der Mikrobiome noch ziemlich am Anfang eines lohnenden Wegs", skizziert Karas.

"In den nächsten Jahrzehnten warten wissenschaftliche Entdeckungen im Zusammenhang mit den Mikrobiomen auf uns, die uns helfen werden, viele und große Herausforderungen zu bewältigen in den Bereichen Gesundheit, nachhaltiger Nahrungsmittelproduktion, Artenvielfalt und Klimawandel", sagt Karas. "Damit das gelingt, müssen wir jetzt investieren, fokussieren, in Politik und Wissenschaft eng zusammenarbeiten und diese Zukunftsperspektive nützen. Packen wir es gemeinsam an."

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