SWV-NÖ Thomas Schaden: „Kürzung des Arbeitslosengeldes ist kein Konzept“

Wirtschaftsverband-Präsident Schaden gegen Verschärfung der Bestimmungen – und für positive Motivation und Weiterbildung.

St. Pölten (OTS) - „Für das Problem des Facharbeitermangels muss es andere Konzepte geben, als das Arbeitslosengeld drastisch zu kürzen, wie es der ÖVP-Wirtschaftsbund gerne hätte“, fordert Thomas Schaden, der Präsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes (SWV) NÖ. „Das Problem des Fachkräftemangels besteht ja nicht erst seit gestern. Jetzt die Bedingungen für arbeitslose Personen zu verschärfen, schafft mehr Probleme als Lösungen und ist ein kurzsichtiger Vorschlag. Denn die Zumutbarkeitsgrenze der Anreise zum Arbeitsplatz auf 1,5 Stunden auszuweiten, wird die Fragen des Facharbeitermangels auch nicht lösen“, ist Thomas Schaden überzeugt. „Motivation und Weiterbildung sind das Ziel.“
„Es braucht Motivation und Qualifizierungsmaßnahmen, wenn jemand in eine andere Branche oder den Weg von der Hilfskraft zur Fachkraft geht. Dazu gehören auch gezielte Beratungen und Weiterbildungsmaßnahmen. Wir als SozialdemokratInnen sehen es als Aufgabe, die Menschen in Beschäftigung bringen, die sie auch wollen. Wir als Wirtschaftsverband setzen auf Motivation und Förderungen, statt auf Zwang. Wir wollen Qualifizierungsmaßnahmen für Personen, die nur den Pflichtschulabschluss haben, damit sie den Schritt zur Fachkraft schaffen. Hier muss die Regierung dem AMS Geld in die Hand geben, damit das gelingen kann.“

„Teilarbeit für Kranke, Streichung der Zuverdienstmöglichkeit und die Zumutbarkeitsgrenze der Anreise auf 1,5 Stunden auszuweiten sind reine Fantasien zum Sozialabbau und werden nichts bringen. Wer krank ist, ist krank. Wer zum Arbeitslosengeld nichts dazu verdienen darf, verliert oft ein wichtiges Sprungbrett in einen 40-Stunden-Job. Und wer eine lange Anfahrt zur Arbeit hat, wird müde ankommen. Uns als Sozialdemokratische ArbeitgeberInnen ist ein gesundes und wertschätzendes Arbeitsumfeld wichtig, und uns ist die Bedeutung von zufriedenen und ausgeruhten MitarbeiterInnen bewusst. WK-Präsident Mahrer und der Wirtschaftsbund Österreich setzen auf Zwang – wir als Wirtschaftsverband auf Motivation, Beratung und Investition in eine breite Qualifizierungsoffensive.“

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