FPÖ-Darmann enttäuscht über Ergebnisse des Arbeitsbesuches des slowenischen Außenministers in Klagenfurt

Slowenien will von Stilllegung des AKW Krško weiter nichts hören

Klagenfurt (OTS) - Enttäuscht von den Ergebnissen des Arbeitsbesuches des slowenischen Außenminister Anze Logar bei LH Peter Kaiser zeigt sich der Kärntner FPÖ-Landesparteichef Klubobmann Gernot Darmann. „Offensichtlich sind Slowenien die berechtigten Anliegen Kärntens im Hinblick auf die tickende Zeitbombe AKW Krško und die Rechte der Altösterreicher in Slowenien egal, denn sonst hätte der slowenische Außenminister diese Themen in seinem Statement vor den Medien nicht verschwiegen. Wenn LH Kaiser von leicht unterschiedlichen Positionen zum AKW Krško spricht, muss man festhalten, dass sich die Positionen Kärntens und Sloweniens diametral unterscheiden. Das Atomkraftwerk Krško ist das am stärksten erdbebengefährdete Atomkraftwerk Europas. Das Einzige, was hilft, ist die Stilllegung des AKW Krško und die Forcierung erneuerbarer Energieformen in Slowenien! Davon will Slowenien aber offensichtlich weiter nichts hören“, bedauert Darmann.

Es könne für Österreich und ganz Europa katastrophale Folgen haben, dass Slowenien weiter an der Laufzeitverlängerung und der Erweiterung des veralteten AKW Krško festhält. „Wenn es in Krško ein massives Erbeben gibt, was laut Experten jederzeit passieren kann, könnte es schon zu spät sein! Die EU muss hier endlich auf Slowenien massiven Druck für einen Ausstieg aus der Atomkraft aufbauen. Wenn Slowenien ab 1. Juli den EU-Ratsvorsitz übernimmt, müsste es dieses Thema sogar selbst auf die Agenda setzen, denn es geht auch um das Leben seiner eigenen Bevölkerung“, betont der FPÖ-Chef.

Dass Slowenien ein „Dialogforum“ für die Anliegen der Altösterreicher einsetze, sei positiv, aber als Ergebnis müsse es endlich eine Verankerung der deutschsprachigen Minderheit in der Verfassung und eine ausreichende finanzielle Unterstützung geben, betont Darmann. „Die Republik Österreich und das Land Kärnten haben ihre Hausaufgaben gegenüber der slowenischen Minderheit in Kärnten erfüllt, jetzt ist Slowenien an der Reihe!“

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