Bundesheer: Vereinte Kräfte entschärfen explosive Gefahren

Tanner: „Zusammenspiel von Mensch, Tier und Maschine gegen neue Bedrohungslagen immer wichtiger“

Wien (OTS) - Heute Freitag, den 7. Mai 2021, besuchte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner das Europäische Handentschärferzentrum in der Vega-Payer-Weyprecht-Kaserne in Wien. Beim Truppenbesuch konnte sich die Ministerin über den hohen Ausbildungsstand der verschiedenen Experten überzeugen. Bei einer simulierten Bombenentschärfung demonstrierten die Spezialisten ihr Können: Zum Einsatz kamen modernste Robotik-Systeme, Soldaten als „Handentschärfer“ und Spezialisten auf vier Pfoten. Die Experten standen auch in der Terrornacht vom 2. November 2020 bereit, um bei einer möglichen Bombenentschärfung zu unterstützen.

„Das Zusammenspiel von Mensch, Tier und Maschine wird immer wichtiger. Nur so können wir in den gegenwärtigen Bedrohungslagen angemessen reagieren. Die Spezialisten führen die Sprengstoffspürhunde, steuern den Roboter und greifen in besonderen Lagen auch persönlich ein. Sie riskieren ihr Leben und leisten einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit Österreichs“, so Verteidigungsministerin Klaudia Tanner.

Handentschärfer kommen dann zum Einsatz, wenn eine kontrollierte Zerstörung der Sprengstoffvorrichtung, zum Beispiel eine Sprengstoffweste, nicht durchgeführt werden kann. Ihre Aufgabe ist es die Zündung vor Ort zu verhindern. Das gilt besonders bei Geiselnahmen oder Einsätzen bei Großveranstaltungen.

Hunde und Maschinen sind ein integraler Bestandteil bei der Suche und Entschärfung von sogenannten improvisierten, also selbst erstellten, Spreng- und Brandvorrichtungen. Die Roboter überzeugen durch einfache Handhabung, montierte Werkzeuge, Kameras, Sensoren und können bei jedem Wetter eingesetzt werden. Die Sprengstoffspürhunde werden präventiv und verdeckt zur Verhinderung von Anschlägen, auch im Rahmen der Distanzsuche bis zu 100 Meter Abstand zum Hundeführer, zur Risikominimierung eingesetzt.

Das Europäische Handentschärferzentrum entstand aus einem Leuchtturmprojekt des „EU-Expertenpools zur Kampfmittelabwehr“ während des „Strategischen Kooperationsportfolios mit internationalen Partnern“. Das Zentrum wurde 2018 errichtet und ist für sechs Jahre unter österreichischer Leitung. Es ist mit 14 Experten aus Österreich, Tschechien, Deutschland, Finnland, Irland, Italien und Schweden besetzt.

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