»Europa in Mauthausen«: Umfassende Geschichte der Überlebenden von Mauthausen bei Böhlau erschienen

Neuerscheinung: Historisches Grundlagenwerk öffnet neue Sichtweisen auf die vielfältige Häftlingsgemeinschaft im KZ

Wien (OTS) - Die Bücher aus der neuen Reihe »Europa in Mauthausen« öffnen uns in einer aktuellen und fundierten Zusammenfassung einen neuen Blick auf die Formen von Terror und Vernichtung im Inneren des NS-Regimes (und in der »Ostmark«). Sie zeigen auch das riesige Okkupations- und Verfolgungssystem des Nationalsozialismus und seiner Verbündeten und Kollaborateure, das bis 1944 fast ganz Kontinentaleuropa erfasste. Diese externe Dimension ist eine gesamteuropäische, die bisher meist ausgeblendet wurde.

Die Forschungsergebnisse beruhen auf über 850 Audio- und Video-Interviews mit den letzten noch lebenden ehemaligen Mauthausen-Häftlingen in Europa, Amerika und Israel, die in 16 verschiedenen Sprachen geführt, zu einem großen Teil ins Deutsche übersetzt und im Mauthausen-Archiv gespeichert wurden.

Der erste Band »Mauthausen und die nationalsozialistische Expansions- und Verfolgungspolitik« gibt einen Überblick über die KZ- und die Mauthausen-Forschung. Die Beiträge darin zeigen den Stellenwert auf, der dem nationalsozialistischen Lagersystem in den Besatzungs- und Verfolgungspolitiken des NS-Regimes (und der kollaborierenden Länder) zukam.

Der zweite Band »Deportiert nach Mauthausen« fokussiert auf die Schicksale der Häftlinge, deren Deportationen und Transfers innerhalb des NS-Lagersystems.

Band 3 und 4 sind derzeit in Planung.

Mehr als 60 international renommierte Expertinnen und Experten haben an diesem langjährigen Forschungsunternehmen mitgearbeitet. Es ist weltweit das größte, das jemals über ein einziges KZ durchgeführt wurde, und wurde, geleitet vom em. Univ.-Prof. für Zeitgeschichte Gerhard Botz, von einem Kernteam mit Dr. Alexander Prenninger, Dr. Regina Fritz, Dr. Melanie Dejnega und Mag. Heinz Berger realisiert. Gefördert wurde das Projekt, nach internationalen Begutachtungen, u.a. vom österreichischen Innenministerium, vom Zukunftsfonds, vom Nationalfonds und vom Wissenschaftsfonds (FWF).

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