SP-Herr: „Schluss mit brennenden Regenwäldern für unsere Schokolade!“

Greenpeace-Bericht zeigt: Konzerne halten sich nicht an Versprechen, es braucht ein Lieferkettengesetz

Wien (OTS/SK) - „Über die letzten 20 Jahre haben Mondelēz, Nestlé und Co. dutzende freiwillige Selbstverpflichtungen zum Schutz der Regenwälder, von Menschen- und Kinderrechten beschlossen und sich schlicht nicht darangehalten. Statt schöner Worte braucht es Taten. Deshalb ist ein starkes Lieferkettengesetz längst überfällig“, erklärte SPÖ-Umweltsprecherin Julia Herr Mittwoch gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Anlässlich der heute von Greenpeace aufgezeigten Versprechen, die der Milka-Mutterkonzern Mondelēz gebrochen hat, verweist Herr auf den gemeinsam mit Petra Bayr, SP-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, eingebrachten Antrag für ein österreichisches Lieferkettengesetz: „Nehmen wir Konzerne endlich in die Pflicht! Ein Lieferkettengesetz verpflichtet Konzerne zur Einhaltung von Menschen- und Umweltrechten entlang der gesamten Lieferkette!“ ****

Im Umweltausschuss wurde der Antrag zuletzt jedoch vertagt. „Die Ausbeutung von Menschen und Natur geht Tag für Tag weiter. Dem können wir nicht länger tatenlos zuschauen. Daher werde ich beim Lieferkettengesetz nicht lockerlassen und den Antrag erneut einbringen“, so Herr. Statt leerer Versprechen ohne Verbindlichkeit inkludiert der Antrag der SPÖ für ein Lieferkettengesetz harte Strafen und Sanktionen, wenn gegen Menschen- und Umweltrechte verstoßen wird. Konzerne müssen die Haftung für Schäden übernehmen und können von Betroffenen vor österreichischen Gerichten geklagt werden.

„Wenn wir eine Tafel Schokolade im Supermarkt bezahlen, landen davon nur 6,6% bei den KakaobäuerInnen. Dadurch werden auch Kinder zur Arbeit gezwungen. Seit 2001 haben Mondelēz und Co. mehrmals versprochen, Kinderarbeit einzudämmen. Doch aktuelle Berichte zeigen, dass allein in Ghana und der Elfenbeinküste heute noch 1,5 Millionen Kinder auf den Kakaoplantagen arbeiten“, weist Herr auf die Wirkungslosigkeit freiwilliger Selbstverpflichtung durch Konzerne hin.

„Auch die Regenwaldzerstörung geht ungehindert weiter“, kritisiert die SPÖ-Umweltsprecherin. „Trotz gegenteiliger Versprechen der Konzerne brennen in Indonesien weiterhin die Wälder, um Platz für Palmölplantagen zu schaffen“, so Herr weiter. „Wenn wir die wertvollen Regenwälder und ihren Artenreichtum für künftige Generationen erhalten möchten, müssen wir diese zerstörerische Praxis beenden.“ Neben der Forderung nach einem österreichischen Lieferkettengesetz unterstützt die SPÖ-Umweltsprecherin auch die Forderung von Greenpeace für ein starkes Lieferkettengesetz auf EU-Ebene und einen globalen Waldschutz. (Schluss) PP/mp/up

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Parlamentsklub
01/40110-3570
klub@spoe.at
https://klub.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0002