- 29.04.2021, 12:53:33
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AK Anderl: Hinter jeder arbeitsuchenden Person steht ein Schicksal
Neben dem Investieren in die Wirtschaft braucht es in der Krise nachhaltige Verbesserungen der Arbeitsmarktpolitik
Utl.: Neben dem Investieren in die Wirtschaft braucht es in der
Krise nachhaltige Verbesserungen der Arbeitsmarktpolitik =
Wien (OTS) - „Hinter jedem arbeitsuchenden Menschen steht ein
Schicksal. Wir sprechen hier über alleinerziehende Mütter, über
Familienväter und über junge Menschen, denen auch finanziell der
Teppich unter den Füßen weggezogen wird. Wer arbeitslos wird, hat
nach wie vor 100 Prozent der Rechnungen zu zahlen, hat aber nur mehr
die Hälfte des Einkommens. Durch Corona entwickelt sich die bisher
schon angespannte Arbeitsmarktlage in eine handfeste Krise für
arbeitsuchende Menschen“, so AK-Präsidentin Renate Anderl zum Tag der
Arbeitslosen, der im Vorfeld des 1. Mai begangen wird.
„Die vier wichtigsten Herausforderungen liegen dabei klar auf der
Hand: Die Bundesregierung muss die Hilfe für arbeitslose Menschen
erhöhen, sie muss Menschen für die aktuellen und zukünftigen
Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt qualifizieren, sie muss mit
konkreten Maßnahmen langzeitarbeitslosen Menschen wieder Perspektiven
geben und sie muss das Arbeitsmarktservice für die Bewältigung der
Krise auch nachhaltig personell und finanziell stärken“, fordert
Anderl.
Diese vier Forderungen in konkrete Maßnahmen gegossen:
• Erhöhung des Arbeitslosgengeldes auf 70 Prozent des letzten
Einkommens.
• Die Corona Joboffensive als Maßnahme zur Weiterbildung von
ArbeitnehmerInnen muss um 500 Mio Euro jährlich ab 2022 erhöht und
bis 2024 verlängert werden.
•Zukunftsperspektiven für langzeitarbeitslose Menschen. Die AK hat
hierzu bereits ein Modell präsentiert: Menschen, die bereits zwei
Jahre lang arbeitslos sind, sollen damit die Möglichkeit erhalten,
mit kollektivvertraglich entlohnten Jobs in Gemeinden und Städten
einer sinnvollen und gemeinwohlfördernden Arbeit nachzugehen.
• Bessere personelle und budgetäre Ausstattung des
Arbeitsmarktservice. Die Beschäftigten des AMS haben bis heute einen
großen Kraftakt vollbracht, um die Folgen der Arbeitsmarktkrise zu
bewältigen. Es braucht dringend eine personelle Aufstockung um 650
Planstellen im AMS, denn die Krise auf dem Arbeitsmarkt ist noch
länger nicht ausgestanden.
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