• 27.04.2021, 09:32:20
  • /
  • OTS0042

AK Test: Berg- und Talfahrt bei Online-Preisen! 1

Unterschiedliche Online-Preise am gleichen Tag – Es kommt auf das Endgerät an

Utl.: Unterschiedliche Online-Preise am gleichen Tag – Es kommt auf
das Endgerät an =

Wien (OTS) - Online shoppen, aber am Laptop ein anderer Preis als am
iPhone? Das kommt immer häufiger vor. Ein aktueller AK Test zeigt bis
zu 55 Prozent höhere Preise beim Online-Shoppen und Urlaub buchen am
gleichen Tag, je nachdem, ob mit Laptop, iPhone oder Co gebucht
wurde. Abgefragt wurden 28 Preise mit 21 verschiedenen Geräten bei
fünf Online-Anbietern. Preisvergleiche werden schwierig. Die AK
fordert mehr Klarheit: Die Anbieter sollen ihre Online-Preismuster
offenlegen.

Die AK hat zwischen 9. und 20. März an sechs Erhebungstagen
zeitgleich 28 Preisabfragen von den Webseiten amazon.at, booking.com,
swoodoo.at, fluege.de und opodo.com durchgeführt. Hotel- und
Flugbuchungen wurden für Ende August abgefragt. Die 21 verschiedenen
Endgeräte – Laptops, Notebooks, iPads, Apple McBook Air, Smartphones
und iPhones – waren über sechs Bundesländer (Wien, Niederösterreich,
Kärnten, Salzburg, Steiermark und Tirol) verteilt. Pro Website
wurden pro Tag zwischen drei und zehn Produkte oder Dienstleistungen
abgefragt.

Shoppen oder ein Hotel im Internet buchen – aber immer öfter kommt
es vor, dass die Preise am Computer anders sind als etwa bei einer
Buchung übers Handy. Der AK Test zeigt: opodo.com hatte für einen
Flug nach Larnaka bei einem iPad in Kärnten einen um rund 55 Prozent
höheren Preis angezeigt als bei zwölf anderen Geräten aller Art – im
Vorjahr betrug die größte Differenz rund 45 Prozent. Bei swoodoo.at
war bei einem Notebook in Salzburg der Preis bei einem Flug nach
Barcelona um rund 26 Prozent höher als bei einem Smartphone in
Salzburg. Bei fluege.de war der angezeigte Preis bei einem Smartphone
in Tirol um rund zehn Prozent teurer als bei 18 anderen Geräten. Bei
amazon.at war der angezeigte Preis bei einem Smartphone in der
Steiermark um rund 14 Prozent höher als bei allen anderen Geräten.

Bei booking.com war eine geräteabhängige Preisdifferenzierung bei
sechs von zehn Hotels feststellbar. So wurde bei fünf von zehn Hotels
an jedem der sechs Erhebungstage bei allen Laptops, Notebooks und
iPads ein um rund zehn bis elf Prozent höherer Preis angezeigt als
bei allen Smartphones und iPhones, bei einem weiteren Hotel an drei
Erhebungstagen.

„Die unterschiedlichen Preise auf unterschiedlichen Geräten haben
vor allem das Ziel, KonsumentInnen Geld rauszuziehen“, sagt AK
KonsumentInnenschützerin Gabriele Zgubic. „Unser Test zeigt: Bei der
Buchung kommt es auf das Endgerät, möglicherweise auch auf das
Surfverhalten im Netz an. Wo sich KonsumentInnen regional befinden,
spielt scheinbar keine Rolle. Preisvergleiche für Online-Buchungen
oder Online-Shopping werden zunehmend schwieriger, denn die
Preisstrategien der Anbieter sind intransparent. Es ist für
KonsumentInnen – und auch für uns KonsumentenschützerInnen – nicht
nachvollziehbar, wovon die unterschiedlichen Preise tatsächlich
abhängen“, schlussfolgert Zgubic. „KonsumentInnen brauchen Klarheit.
Die Modernisierungs-Richtlinie, die bis Mitte 2022 in nationales
Recht umgesetzt werden soll, wird mehr Transparenz bringen, da
Unternehmen eine personalisierte Preispolitik auf Basis einer
automatisierten Entscheidungsfindung (Profiling) offenlegen müssen.
Es gibt aber Lücken. So soll es eine Pflicht zur Transparenz auch bei
Anwendung nicht ausschließlich automatisierter Verfahren geben. Für
eine bessere Einschätzung, ob der angezeigte Preis attraktiv ist,
sollte ein Vergleichspreis oder die Bandbreite der Preisschwankungen
angegeben werden. Auch, ob Preise geräteabhängig gestaltet werden,
soll offengelegt werden“, verlangt Zgubic.

(Forts.)

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AKW

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel