• 15.04.2021, 21:30:01
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  • OTS0227

Oö. Volksblatt: "Pippi-Prinzip" (von Markus EBERT)

Ausgabe vom 16. April 2021

Utl.: Ausgabe vom 16. April 2021 =

Linz (OTS) - Mit der Corona-Pandemie hat sich auch der neudeutsche
Begriff der „Bubble“ — Blase — etabliert. Sportler etwa leben in
einer solchen Blase, um das Virus nicht in ein Turnier oder ein Match
hineinzutragen, auch Unternehmen bilden Bubbles, um wichtige
Mitarbeiter nicht durch Krankheit zu verlieren. Freilich: Neu ist das
Leben in der Bubble nicht. Schon die rebellische Pippi Langstrumpf
sang:
„Zwei mal drei macht vier
Wi di wi di wid und drei macht neune,
Ich mach mir die Welt,
Wi di wi di wie sie mir gefällt.“
Ganz offensichtlich in einer solchen Pippi-Bubble leben aktuell die
Oppositionsparteien, wenn es etwa um den Ibiza-U-Ausschuss oder den
sogenannten kleinen U-Ausschuss zu den Corona-Beschaffungen geht. In
der rot-blau-pinken Blase sieht die Welt so aus: Drinnen herrscht die
Gewissheit, dass man alles besser weiß, während draußen eine unfähige
Bundesregierung mit einem noch unfähigeren Bundeskanzler alles falsch
macht, was man nur in Zeiten wie diesen falsch machen kann.
Das Blöde am Leben in der Bubble: Man ist von der Realität
abgeschottet. Nur so ist zu erklären, warum man trotz eingeschränkter
Wahrnehmungsfähigkeit glaubt, im Besitz der politischen Wahrheit zu
sein — ganz nach dem Pippi-Prinzip: „Ich mach mir die Welt, wie sie
mir gefällt.“

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVB

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