- 15.04.2021, 08:59:51
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Bayr: Kleinbäuerlichen Erzeuger*innen sind der Schlüssel zur Hungerbekämpfung
Petra Bayr fordert einen Systemwandel in der globalen Lebensmittelproduktion
Utl.: Petra Bayr fordert einen Systemwandel in der globalen
Lebensmittelproduktion =
Wien (OTS/SK) - Anlässlich des Internationalen Tages des
kleinbäuerlichen Widerstands am 17. April ruft Petra Bayr,
SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, dazu auf, globale
Ernährungssysteme in Zukunft gerecht, ökologisch und demokratisch zu
gestalten. Die Vereinten Nationen prognostizieren, dass es ohne eine
radikale Kehrtwende im Jahr 2030 841 Millionen unterernährte Menschen
weltweit geben wird. Kriege, Naturkatastrophen, Armut,
Ressourcenverschwendung und die Klimaerhitzung verschlechtern die
Situation für die Betroffenen. Die aktuelle Pandemie verschärft die
Krise zusätzlich. ****
„Wir müssen die Lebensmittelproduktion weltweit von Grund auf
reformieren. Wir brauchen eine Landwirtschaft, die Menschenrechte
einhält und auf Ernährungssouveränität basiert. Hilfszahlungen
alleine werden uns nicht weiterbringen, wenn wir das System nicht
ändern“, appelliert Bayr.
Die Kehrtwende muss vor allem auf Frauen setzen. Frauen in
Entwicklungsländern produzieren bis zu 80 Prozent der Nahrung. Sie
besitzen durchschnittlich aber nur 15 Prozent des Bodens. 60 Prozent
der hungernden Menschen sind Mädchen und Frauen, wie aus einem
Bericht der Welthungerhilfe hervorgeht. Eine Studie der FAO zeigt,
wenn Landwirtinnen den gleichen Zugang zu produktiven Ressourcen
bekommen wie ihn Männer haben, steigt ihre Produktivität so stark,
dass 15 Prozent weniger Menschen hungern müssten.
„Um den Hunger global zu bekämpfen, müssen wir die Interessen von
kleinbäuerlichen Erzeuger*innen und Landarbeiter*innen vor die
Profitinteressen der Agrar- und Lebensmittelindustrie stellen und den
Aufbau von ökologischen, gerechten und widerstandsfähigen
Ernährungssystemen auf lokaler Ebene unterstützen“, ergänzt Bayr.
„Auch die öffentliche Hand muss konsequent auf eine nachhaltige
Beschaffung von Lebensmittel setzen und dafür sorgen, dass
Bäuer*innen und Landarbeiter*innen fair bezahlt werden und
menschenwürdige Arbeitsbedingungen vorfinden“, fordert Bayr
abschließend. (Schluss) ls/mp
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